Betroffene des Hochwassers stehen an der Ahr (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Boris Roessler)

Die Lage im Flutgebiet

Blog zum Nachlesen (Mittwoch, 15. September)

STAND

Die Aufräumarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli kommen voran. Bis zur Normalität ist es aber noch ein langer Weg. Unterdessen ist auch die politische Aufarbeitung im Gange. Hier die aktuelle Lage:

Mittwoch (15. September)

+++ Helfende Handwerker aus dem ganzen Land im Ahrtal +++
18:30 Uhr

Die Spuren der Flut sind im Ahrtal noch überall deutlich sichtbar. Aber vor dem Winter sollen vor allem die Heizungen wieder funktionieren. Da viele Handwerker in der Region selbst von der Flut betroffen sind, wird Hilfe aus ganz Deutschland benötigt.

+++ Fluthilfe-Bericht im Kabinett: Abläufe sollen überprüft werden +++
11:30 Uhr

Zwei Monate nach der Flutkatastrophe hat die Bundesregierung in einem Zwischenbericht eine erste Bilanz gezogen. In dem Bericht ging es vor allem um Hilfsleistungen und den Wiederaufbau der zerstörten Ortschaften. Darin hieß es aber auch, dass die Abläufe bei der Warnung überprüft werden sollen: "Das System des Bevölkerungsschutzes mit der klaren kommunalen Verantwortung und der aufwachsenden Unterstützung durch Landkreise, Länder und den Bund hat sich in dieser langanhaltenden Hochwasserlage grundsätzlich als trag- und leistungsfähig erwiesen, wird aber gleichwohl im Rahmen eines Evaluierungsprozesses betrachtet werden." Noch immer sind viele Fragen zur Flutnacht offen:

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+++ LBM sucht Mitarbeiter für den Wiederaufbau +++
9:15 Uhr

Etwa 35 Mitarbeiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) sollen künftig den Wiederaufbau der Straßen und anderen durch die Flut zerstörten Bauwerke im Ahrtal begleiten. Der Landesbetrieb suche deshalb gerade nach Fachkräften sagte Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) im SWR bei einem Ortstermin in Sinzig. Die Bewerbungsverfahren liefen derzeit. "Beim Wiederaufbau brauchen wir die breite Palette von allen Kompetenzen", so Schmitt. Das Büro werde in den nächsten Wochen mit der Arbeit beginnen können. Weil die Herausforderungen im Ahrtal so groß seien, müssten andere Bauprojekte im Land aber möglicherweise zurückgestellt werden.

+++ SPNV fordert stabilere Eifelstrecke +++
7:15 Uhr

Mitglieder des Zweckverbandes Schienenpersonen-Nahverkehr Nord appellieren an den Bund, die Eifelstrecke nach den Flutschäden stabiler und moderner wieder aufzubauen. Der Wiederaufbau solle dazu genutzt werden, die Strecke möglichst zu elektrifizieren und auch überall zweigleisig auszubauen. Die Bauweise müsse stabiler werden, denn das Hochwasser habe massenhaft Bahnschotter weggeschwemmt und Brücken unterspült. Außerdem müsse daran gearbeitet werden, die Fahrtzeit zwischen Köln und Trier auf etwa 90 Minuten zu verkürzen. Die Deutsche Bahn hatte Anfang der Woche mittgeteilt, dass sie erst im Sommer 2023 damit rechnet, dass die ganze Eifelstrecke wieder von Zügen genutzt werden könne. Und selbst dann seien noch nicht alle Bahnübergänge und Anlagen wieder instandgesetzt.

+++ Bus für psychosoziale Beratung startet im Ahrtal +++
5:30 Uhr

Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal mit 133 Toten und immensen psychischen Belastungen überlebender Anwohner geht hier ein besonderes Beratungsmobil auf Reise. Der umgebaute Bus mit zwei Büros und einer Spielecke soll heute in Bad Neuenahr-Ahrweiler vorgestellt werden. Laut Kreisverwaltung Ahrweiler wird er ein Jahr lang an fünf Tagen pro Woche von morgens bis nachmittags in den von Hochwasser betroffenen Orten und Stadtteilen im Ahrtal unterwegs sein. An zahlreichen Standorten bieten Experten etwa aus dem psychosozialen Bereich und der Jugendhilfe vor allem für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren Informationen und Beratung zu allen Fragen des sozialen Alltags in der Phase des Wiederaufbaus an. Finanziert wird das Projekt vom Kinderhilfswerk Plan International Deutschland mit 390.000 Euro.

Ahrweiler, Antweiler, Altenahr, Schuld, Insul, Bad Neuenahr-Ahrweiler

SWR-Datenanalyse zur Flutkatastrophe an der Ahr Noch 2 Vermisste - Aktuelle Daten und Fakten

Mehr als 130 Tote, Tausende sind obdachlos. Hunderte Gebäude sind weggerissen. Satellitenbilder zeigen annähernd, wie groß die Zerstörung an der Ahr ist. Eine SWR-Datenanalyse.

Kreis Ahrweiler

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