Mitglieder der Enquete-Kommission tagen während der ersten Sitzung der Enquete-Kommission des Landtags Rheinland-Pfalz zu den Konsequenzen aus der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Enquete-Kommission zum Hochwasser in RLP

Fachleute für einheitliche Warnsignale und Übungen für Katastrophenfall

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Experten haben sich bei der Enquete-Kommission des Landtags für einheitliche Warnsignale ausgesprochen. Zudem forderten sie Übungen für den Ernstfall.

Bei der dritten Sitzung der Enquete-Kommission zur Flutkatastrophe im Ahrtal erklärten Fachleute, wie der Soziologe Ortwin Renn von der Universität Potsdam, die einheitlichen Warnsignale müssten wieder eingeführt werden, um die Bevölkerung für den Katastrophenfall zu sensibilisieren. Zudem sei es wichtig, dass schon in Schulen das Verhalten in Katastrophenfällen geübt werde.

"Katwarn in RLP weiter ausbauen"

Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur vom Eifelkreis Bitburg-Prüm, Jürgen Larisch, sprach sich dafür aus, vorhandene Systeme, wie Katwarn weiter auszubauen. Auch Durchsagelautsprecher könnten an öffentlichen Gebäuden installiert werden.

Die Enquete-Kommission des Landtags berät zunächst bis Mitte des Jahres über notwendige Konsequenzen aus der Flutnacht für den Katstrophenschutz .

Warnung, Entwarnung, Feueralarm oder Test? Das bedeuten die unterschiedlichen Sirenen

Die Flutkatastrophe im Ahrtal und in der Eifel hat nochmal deutlich gemacht: Sirenen können Leben retten. Aber es gibt verschiedene Alarmsignale. So klingen sie und das bedeuten sie:


Während der Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags mehr der Frage nach der Verantwortung für die Katastrophe nachgeht, hat sich die Kommission zum Ziel gesetzt, Handlungsempfehlungen für eine bessere Vorsorge und besseren Schutz der Menschen bei Unwetterkatastrophen zu erarbeiten. Im Mittelpunkt stehen die Themen Katastrophenschutz sowie Hochwasser- und Klimaschutz.


Elf Abgeordnete aller sechs im Landtag vertretenen Parteien wollen gemeinsam mit der Unterstützung von Fachleuten Gründe, Ablauf und Folgen der verheerenden Flut von Mitte Juli untersuchen. Auf dieser Grundlage sollen Empfehlungen erarbeitet werden, wie beispielsweise künftig Warn- und Meldesysteme verbessert werden können. Das Gremium soll bis Mitte 2023 tagen.

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Das Ausmaß der bevorstehenden Flutkatastrophe im Ahrtal hätte den zuständigen Behörden rechtzeitig klar sein müssen. Das haben im Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags mehrere Wetter-Experten deutlich gemacht, darunter auch Jörg Kachelmann.

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