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Die Landesregierung lässt vorerst offen, ob es zu den eigentlich ab 22. März geplanten weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen kommt. Das solle am Freitag entschieden werden.

"Wir haben uns da heute noch nicht festlegen können", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Mainz. Die Frage sei, was man sich trauen könne, wenn die Tendenz der Fallzahlen eher steigend als fallend sei.

Am Freitag werde die Landesregierung festlegen, wie sie weiter vorgehe bei der Umsetzung des von Bund und Ländern vereinbarten Plans. An diesem Tag soll nun auch der sogenannte Impfgipfel von Bund und Ländern stattfinden. Er war kurzfristig abgesagt worden, nachdem die Bundesregierung Impfungen mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca vorübergehend ausgesetzt hatte.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wolle sich am Donnerstag erneut ein Bild zum Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffes machen, erklärte Dreyer. "Dann haben wir hoffentlich Klarheit."

Impfkampagne im Mittelpunkt

Bei dem Austausch zwischen Bund und Ländern soll es generell um eine Beschleunigung der Impfkampagne gehen. Ursprünglich war vorgesehen, etwa über eine stärkere Einbindung der Hausärzte zu beraten. Durch den zumindest vorübergehenden Stopp der Impfungen mit dem Astrazeneca-Mittel rückt nun dieses Thema in den Mittelpunkt.

Das Grundproblem sei, dass in Deutschland nach wie vor "viel, viel zu wenig Impfstoff" verfügbar sei, betonte Dreyer. Vor diesem Hintergrund schaffe der Stopp der Impfungen mit Astrazeneca "keine ganz einfache Ausgangssituation". Sie hoffe, dass die Zweifel an dem Impfstoff ausgeräumt werden könnten.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Rheinland-Pfalz hatte vergangene Woche das Impftempo kritisiert und eine baldige Einbeziehung der niedergelassenen Ärzte verlangt. In den Impfzentren sei nur eine kleine Zahl von Impfungen möglich.

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