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Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ist dafür, die Corona-Maßnahmen bis Ende Januar zu verlängern. Grund sei die unklare Lage nach den Feiertagen, sagte sie im SWR.

"Wir haben leider noch nicht die Zahlen, die wir brauchen", so die Ministerpräsidentin im SWR. "Und vor allem haben wir zu wenig Klarheit aufgrund der Feiertage. "Wir können im Moment nicht richtig abschätzen, wie die Situation ist, auch weil weniger getestet worden ist.“

"Schritt für Schritt zurück in ein öffentlicheres Leben"

Bis Ende des Monats müsse es aber auch "sehr klare Vorschläge" geben, wie es im Februar weitergehen solle, sagte Dreyer. "Da muss man wieder Schritt für Schritt in ein öffentlicheres Leben kommen." Es sei nicht vorstellbar, "dass wir dauerhaft in einer solchen Shutdown-Situation bleiben". Hoffnung gebe die jetzt begonnene Impfaktion. Sie wünsche sich, "dass wir perspektivisch auch mehr Impfstoff haben, so dass wir noch stärker in die Vollen gehen können".

Erst noch Fernunterricht, später auch Wechselunterricht

Auch der Fernunterricht an den Schulen in Rheinland-Pfalz solle auf jeden Fall mindestens bis zum 15. Januar weiterlaufen. "Wir hoffen, dass wir dann aber auch Stück für Stück wieder mehr Schule in der Schule machen können." Auch das sei allerdings abhängig von den Corona-Zahlen.

Wechselunterricht hält Dreyer ebenfalls für möglich. Wichtig sei auch, dass die Abschlussklassen ihre Prüfungen ablegen könnten. "Deswegen beginnt bei uns am 7. Januar ja auch das Abitur regelhaft."

"Mords-stolz" auf Impfstoff aus Mainz

Klar ist für Dreyer auch, dass die Wirtschaftshilfen beibehalten werden müssten. Zum Thema Impfen sagte sie: "Ich wünsche mir, dass wir perspektivisch auch mehr Impfstoff haben, so dass wir noch stärker in die Vollen gehen können. Mit der Impfung ist natürlich auch verbunden, dass wir schneller in die Normalität gehen können." Dreyer ergänzte, sie sei "mords-stolz" darüber, dass das Unternehmen, das den Impfstoff entwickelt habe, aus Mainz kommt.

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Bund-Länder-Treffen am Dienstag

Die Mitte Dezember in Kraft getretenen bundesweiten Corona-Maßnahmen, die unter anderem die Schließung weiter Teile des Einzelhandels und von Kinderbetreuungseinrichtungen umfassen, gelten noch bis zum 10. Januar. Bund und Länder beraten am Dienstag über das weitere Vorgehen.

Bereits am Wochenende zeichnete sich ein breiter Konsens für die Verlängerung der Maßnahmen ab. Ministerpräsidenten verschiedener Parteien machten deutlich, dass sie keine Grundlage für größere Lockerungen sehen. Unklar sind allerdings noch die Dauer der Verlängerung und der Umgang mit Schulen und Kitas.

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