STAND

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat die Zahl der Teilnehmer bei privaten Feiern landesweit weiter eingeschränkt. Seit dem 30. Oktober gilt: maximal zehn Personen aus zwei Haushalten.

Eine Woche zuvor hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Schaltkonferenz mit Vertretern der Städte und Kreise die Zahl bereits auf 25 Personen eingeschränkt.

Rheinland-Pfalz

Was geht, was nicht Diese Corona-Regeln gelten bis 25. April in Rheinland-Pfalz

Weil die Corona-Infektionszahlen wieder steigen, haben Bund und Länder vereinbart, den bestehenden Lockdown bis 25. April fortzusetzen. Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Rheinland-Pfalz - ein Überblick.  mehr...

Die Begründung: Die Hauptursache für Corona-Infektionen seien private Feiern und Familienfeiern. In einzelnen Kommunen, in denen die Warnstufe Rot gilt, wurden die Regeln für private Treffen schon zuvor verschärft und auf maximal zehn Teilnehmer begrenzt.

Gesellschaftliches Leben soll nicht heruntergefahren werden

Nach Überzeugung der kommunalen Gesundheitsämter lasse sich derzeit ein Großteil der Corona-Neuinfektionen auf Familienfeste und private Partys zurückführen. Daher zielten die jetzt beschlossenen Einschränkungen auch nicht auf die Gastronomie oder Kulturveranstaltungen, versicherte Dreyer: "Wir wollen nicht das gesellschaftliche Leben insgesamt herunterfahren."

Dreyer appellierte an die Menschen, auf private Feiern generell zu verzichten. "Es ist derzeit nicht die Zeit für Feiern", rief sie die Bevölkerung zur Zurückhaltung auf. "Wir haben die Lage dann im Griff, wenn sich die Menschen an die Regeln halten."

Gastgewerbe muss schließen

Gastronomische Einrichtungen, insbesondere Restaurants, Speisegaststätten, Bars, Kneipen, Cafés, Shisha-Bars und ähnliche Einrichtungen, Eisdielen, Eiscafés, Vinotheken, Probierstuben und ähnliche Einrichtungen müssen seit November geschlossen bleiben. Abhol-, Liefer- und Bringdienste sowie der Straßenverkauf und Ab-HofVerkauf sind erlaubt

Das Gastgewerbe wehrt sich. Der rheinland-pfälzische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) drohte der Landesregierung mit einer Klage gegen die Schließung von Bars und Restaurants.

Bereits zuvor hatte es Kritik am Vorgehen der Landesregierung gehagelt. Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Rheinland-Pfalz, Gereon Haumann, erklärte, es müsse eine "Vorfahrt für Gastro-Profis" geben, die professionell auf die Einhaltung der Mindestabstände achteten - schon um die weitere Öffnung ihres Betriebs sicherzustellen.

Bei von Amateuren organisierten Feiern dagegen würden Mindestgästezahlen und -abstände sowie die Pflicht zur Kontakterfassung schon einmal missachtet. "Eine Hochzeit zum Beispiel ist nur einmal im Leben - da nimmt man schon mal ein Bußgeld in Kauf wegen zur vieler Gäste", sagte Haumann.

"Schulen und Kitas so lange wie möglich offen halten"

Der Geschäftsführende Direktor des Landkreistages, Burkhard Müller, und der Geschäftsführende Direktor des Städtetags, Fabian Kirsch (beide SPD), unterstützten den Appell Dreyers. "Unser Ziel ist es, Kitas und Schulen so lange wie möglich offen zu halten", sagte Müller. Die meisten Ausbrüche gingen auf private Feiern und Partys zurück, mit deutlichem Abstand folgten "mal ein Fußballspiel, einmal ein Feuerwehr-Fest und einmal ein Betriebsfest".

"Es ist jetzt ganz wichtig, auf Feierlichkeiten im privaten Bereich zu verzichten", ergänzte Kirsch. "Wir wollen unbedingt einen zweiten flächendeckenden Lockdown verhindern." Um auch junge Menschen und die Party-People mit dieser Botschaft zu erreichen, hätten die Städte ihre Informationen im Internet deutlich ausgeweitet.

Die Zahl der bestätigten neuen Corona-Fälle stieg am Montag in Rheinland-Pfalz auf 823.

Video herunterladen (70,6 MB | MP4)

Ministerpräsidentin Dreyer zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen "Leute, feiert nicht mehr in diesen engen Situationen"

Rheinland-Pfalz schränkt die Teilnehmerzahl bei Privatfeiern landesweit ein. Ab Montag seien generell nur noch maximal 25 Menschen bei privaten Feiern zugelassen, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit.  mehr...

Verwaltungsgericht Mainz zu Schließung von Tennishalle Richter bezweifeln rechtliche Basis von Corona-Verordnung

Am Freitag hat die Landesregierung die 12. Corona-Bekämpfungsverordnung veröffentlicht. Gegen einzelne Beschränkungen gibt es bereits Klagen - etwa gegen die verfügte Schließung von Sportstätten. Die Justiz bezweifelt offenbar die Rechtsgrundlage der Verordnung.  mehr...

Steigende Infektionszahlen Maskenpflicht gilt in Ludwigshafener Innenstadt ab Freitag

Ludwigshafen hat mit 66 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche die Alarmstufe "Rot" erreicht. Wegen der schnell ansteigenden Corona-Infiziertenzahlen besteht ab Freitag in Teilen der Stadt eine Maskenpflicht.  mehr...

Rheinland-Pfalz

Entwicklung der Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz Landesweite Inzidenz steigt leicht an

Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen ist in Rheinland-Pfalz um 692 gestiegen. Das meldete das Landesuntersuchungsamt am Sonntag. Die landesweite Inzidenz steigt leicht.  mehr...

Rheinland-Pfalz

Was geht, was nicht Diese Corona-Regeln gelten bis 25. April in Rheinland-Pfalz

Weil die Corona-Infektionszahlen wieder steigen, haben Bund und Länder vereinbart, den bestehenden Lockdown bis 25. April fortzusetzen. Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Rheinland-Pfalz - ein Überblick.  mehr...

STAND
AUTOR/IN