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Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) empfiehlt, im öffentlichen Nahverkehr oder beim Einkaufen Alltagsmasken zu tragen. Dabei geht es vor allem um den Schutz anderer.

Am Mittwoch haben sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Angela Merkel darauf verständigt, welche Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus nun schrittweise gelockert werden können. Bestimmte Geschäfte des Einzelhandels dürfen unter Auflagen ab kommenden Montag zum Beispiel wieder öffnen - aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass Abstands- und Hygieneregeln beachtet werden. Dabei wird das Tragen von Schutzmasken empfohlen. Sie sollen beim Husten oder Niesen Umstehende vor einer eventuellen Ansteckung schützen.

Masken als Ergänzung

Nicht für medizinische Zwecke angefertigte Atemschutzmasken, auch als Community-Masken oder BMNS-Masken (Behelf-Mund-Nasen-Schutz) bezeichnet, schützen das Umfeld des Trägers. Sie sollen dabei die Tröpfchen abfangen, die beim Husten, Niesen, Sprechen oder auch Atmen von jedem Menschen abgesondert werden - denn auch die Luft, die beim Ausatmen entsteht, kann Viren enthalten.

Versorgungsengpässe bei MNS- und FFP-Masken

Es gibt Masken, die auch vor einer Ansteckung schützen, aber vor allem für Angehörige von Risikogruppen oder medizinisches Fachpersonal gedacht sind, die sie auch dringend benötigen. Sowohl bei den MNS-Masken (Mund-Nasenschutz-Masken) als auch bei den FFP-Masken (Filtering Facepiece Masken) gibt es zur Zeit einen Versorgungsenpass. Letztere filtrieren Partikel, nur sie sind für medizinisches Personal im Umgang mit Personen, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind, zertifiziert und können eine Ansteckung mit diesem verhindern. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat zum Thema Schutzmasken Empfehlungen formuliert und gibt genaue Hinweise für die Anwender der verschiedenen Maskentypen - unter anderem, wie oft sie gewaschen und aufbewahrt werden sollten.

Wer im Alltag seinen Beitrag dazu leisten möchte, dass die Ansteckungen ingesamt langsamer vonstatten gehen und seltener erfolgen, der kann eine Alltagsmaske auch selber nähen, z.B. mit dieser von der Stadt Essen herausgegebenen Anleitung.

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