Schule in Corona-Zeiten (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Eibner-Pressefoto / Weber / Eibner-Pressefoto)

Schulen und Kitas, Weihnachten, Silvester

Das gilt in Rheinland-Pfalz im Shutdown

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Der Shutdown ist beschlossene Sache. Was jetzt auch in Rheinland-Pfalz bis mindestens 10. Januar gilt - ein Überblick:

Rheinland-Pfalz

Was geht, was nicht? Diese Corona-Regeln gelten in Rheinland-Pfalz

Seit dem 3. Dezember gilt in Rheinland-Pfalz eine neue Corona-Verordnung. Viele Regeln werden verschärft. Unter anderem gilt 2G und 2G-Plus in weiten Teilen des öffentlichen Lebens.  mehr...

Kontakte und private Treffen:

Bei den Kontaktbeschränkungen bleibt es dabei, dass sich 5 Personen aus höchsten zwei Haushalten treffen dürfen. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen. Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum wird untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt.

Weihnachten und Silvester:

Für Weihnachten sollen die strengen Regeln für private Kontakte - maximal fünf Personen aus höchstens zwei Hausständen - etwas gelockert werden. Vom 24. bis zum 26. Dezember sind neben dem eigenen Hausstand vier weitere Menschen aus dem engsten Familienkreis zulässig, auch aus mehr als zwei Hausständen. An Silvester und am Neujahrstag wird bundesweit ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt.

Feuerwerk:

Es gilt ein bundesweites Böllerverbot an Silvester und Neujahr und ein Verkaufsverbot von Böllern vor Silvester. Es wird dringend empfohlen, auf das Zünden von Pyrotechnik zu verzichten.

Schulen:

Rheinland-Pfalz setzt die Präsenzpflicht an den Schulen von Mittwoch an aus. Für die Schüler, die bis zum Ferienbeginn am Freitag nicht zu Hause betreut werden könnten, bleiben die Schulen offen. Nach den Ferien soll es vom 4. Januar bis 15. Januar Fernunterricht geben.

Für Prüfungen gilt: Klassenarbeiten und Prüfungen, die in der Zeit bis zum 18. Dezember 2020 sowie vom 4. Januar bis 15. Januar 2021 angesetzt waren, sollen möglichst verschoben oder ersetzt werden. Sollte das nicht möglich sein, finden diese in der Schule statt. Das Abitur (G9-Gymnasien und IGS) findet wie geplant und in Präsenz an den Schulen statt (Beginn der schriftlichen Prüfungen am 07. Januar 2021, Ende: 27. Januar 2021). Wie es ab dem 15. Januar 2021 weitergeht, wird in Abhängigkeit von der Infektionslage entschieden.

Kitas:

Die Kitas bleiben im "Regelbetrieb bei dringendem Bedarf" geöffnet. An die Eltern wird appelliert, möglichst eine Betreuung zu Hause sicher zu stellen.

Geschäfte und Handel:

Der Einzelhandel wird vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen. Ausnahmen gelten für Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken. Dazu zählen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und Großhandel. Abhol- und Lieferdienste in den Geschäften sind möglich.

Viele Handwerker und Hobby-Bastler fragen sich: Haben Baumärkte im Lockdown geöffnet? Klare Antwort: Nein. Denn anders als im Lockdown im Frühjahr müssen dieses Mal auch die Baumärkte schließen.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios, Sonnenstudios und ähnliche Betriebe werden ebenfalls geschlossen. Auch Reisebüros müssen zu bleiben.

Notwendige Behandlungen:

Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio- und Ergotherapien, Logopädie sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiter möglich.

Gottesdienste:

Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur zulässig, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt werden kann. Es gilt Maskenpflicht auch am Platz, der Gemeindegesang ist untersagt. Wenn volle Besetzung erwartet wird, sollen sich die Besucher anmelden.

Arbeitsplatz:

Arbeitgeber werden dringend gebeten zu prüfen, ob Unternehmen entweder durch Betriebsferien geschlossen oder großzügige Homeoffice-Lösungen angeboten werden können.

Altenpflege:

In den Alten- und Pflegeheimen mit ihren vielen hochbetagten Bewohnern gelte in Rheinland-Pfalz längst, dass die Beschäftigten einmal pro Woche getestet werden müssten, hieß es. In den Kreisen und kreisfreien Städten, die über dem Durchschnitt der Neuinfektionen im Land lägen, müsse zweimal pro Woche getestet werden. Derzeit seien das 13 kreisfreie Städte und Kreise. Dort müssten auch die Besucher getestet werden oder einen negativen Corona-Test vorlegen. Darüber soll noch einmal mit den Rettungsdiensten und dem Deutschen Roten Kreuz beraten werden. Es soll nicht sein, dass ein Bewohner nicht besucht werden könne, weil der Besucher keinen Test machen könne.

Hilfe und Unterstützung:

Es soll eine Reihe von Hilfen geben, deren Details in den nächsten Tagen geregelt werden. So sollten etwa Kleidergeschäfte, die ihre Wintersachen jetzt nicht verkaufen könnten, privilegierte Verlustabschreibungen in Anspruch nehmen können. Über Abschlagszahlungen und besondere Abschreibungsmöglichkeiten werde noch entschieden. Solo-Selbstständige, Selbstständige und Freiberufler sollten weiter unterstützt werden, dafür seien die Überbrückungshilfen 3 verbessert worden.

Noch mehr Informationen, Regeln und Details:

Die 14. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes ist veröffentlicht. Die wichtigsten Regeln aus der Verordnung haben wir auch hier noch einmal detaillierter zusammengefasst.

Das passiert als nächstes:

Am 5. Januar wollen Merkel und die Ministerpräsidenten erneut beraten - über Schritte, die ab dem 11. Januar gelten sollen.

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