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Tausende Beschäftigte in rheinland-pfälzischen Fleischbetrieben werden derzeit auf das Coronavirus getestet. Davon betroffen sind insgesamt sechs Unternehmen. In einem großen Betrieb gab es vorerst Entwarnung.

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In der Gau-Bickelheimer Großmetzgerei Sutter (Kreis Alzey-Worms) gab es bislang keine positiven Test-Ergebnisse. Das teilte eine Sprecherin der Kreisverwaltung mit. Man habe bei etwa 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Abstriche gemacht. Bei etwa 200, die aktuell krank geschrieben seien oder sich im Urlaub befänden, werde man die Tests vor Arbeitsbeginn machen. Drei Fälle müssen nach Angaben der Kreisverwaltung aus technischen Gründen wiederholt werden.

Weil das Gesundheitsamt des Kreises Alzey-Worms die Tests nach eigenen Angaben nicht stemmen konnte, bekam es Unterstützung von der Bundeswehr und dem Deutschem Roten Kreuz (DRK).

Sutter ist laut Gesundheitsministerium der größte fleischverarbeitende Betrieb in Rheinland-Pfalz. Nach Angaben der Verwaltung des Kreises Mainz-Bingen arbeiten dort rund 1.200 Mitarbeiter. Insgesamt wird nach Angaben des Ministeriums in zwei großen Betrieben im Land sowie vier weiteren Betrieben mit zwischen 20 und 100 Mitarbeitern getestet.

Schrittweises Vorgehen bei größtem Schlachthof des Landes

Rund um den Schlachthof Simon in Wittlich sollten zunächst die Mitarbeiter des Fleischhygieneamtes getestet werden, wie der Sprecher der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich in Wittlich sagte. Am Dienstag und Donnerstag seien Tests von rund 600 Mitarbeitern des Schlachtbetriebs geplant. Am Mittwoch und Freitag sollten Fleischklassifizierer, Fahrer und Reinigungspersonal Abstriche in der Corona-Teststation abgeben. Insgesamt gebe es 700 Testungen.

Simon ist laut Ministerium der größte Schlachthof in Rheinland-Pfalz. In Wittlich sind seit Anfang Juni zwei Mitarbeiter des Schlachthofs positiv auf Covid-19 getestet worden. Es habe sich um Einzelfälle gehandelt, hieß es.

Corona-Ausbruch im Großbetrieb Tönnies der Auslöser

Unter den weiteren Betrieben sind ein Schlachthof in Zweibrücken und ein Zerlegebetrieb in Weilerbach im Kreis Kaiserslautern.

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Hintergrund der Corona-Tests in Rheinland-Pfalz sind mehrere Corona-Ausbrüche in der Fleischbranche: Beim Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen und auch in anderen Schlachtbetrieben hatte es unter Werkvertrags-Arbeitern mehr als 1.000 Corona-Infektionen gegeben.

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