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Die neue, die 21. Corona-Bekämpfungsverordnung, ist in Kraft getretren. Sie sieht für Regionen mit niedriger Inzidenz Lockerungen etwa in Gastronomie, Kultur und Sport vor. Auch Public-Viewing bei der Fußball-EM im Juni und Juli ist prinzipiell wieder möglich.

Die Inzidenz sinkt landesweit, die Anzahl der geimpften Menschen steigt: Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat vor Pfingsten deshalb in der neuen Verordnung weitere Lockerungen angekündigt. Es ist die zweite Stufe des Perspektivplans. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) spricht von "weiteren vorsichtigen Öffnungsschritten".

Das Land gehe umsichtig und zielstrebig mit großen Schritten einem positiven Sommer entgegen. "Die warmen Temperaturen treiben die Menschen nach draußen. Wir werden daher im Bereich des Sports und der Freizeitgestaltung einige Beschränkungen im Freien lockern", so Dreyer.

Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) ergänzte, trotz der guten Entwicklung blieben Maskentragen, Abstand halten, Hygienevorschriften beachten und regelmäßiges Testen der Kern der Strategie gegen die Corona-Pandemie. Auch die Kontaktbeschränkungen von maximal fünf Personen aus zwei Hausständen blieben zunächst bestehen.

Inzidenz unter 100: Kultur im Freien mit bis zu 100 Zuschauern

Ab sofort darf in der Öffentlichkeit wieder Alkohol getrunken werden. Das war bisher bereits in der Außengastronomie möglich; nun ist es auch zum Beispiel wieder auf Straßen, Plätzen und in Parks erlaubt. Ausnahme bleibt der öffentliche Personennahverkehr. In Bus und Bahn darf weiterhin kein Alkohol getrunken werden.

Darüber hinaus regelt die neue Verordnung vor allem die bereits angekündigten Lockerungen. In Regionen mit einer stabilen Inzidenz unter 100 sind Kultur- und Sportveranstaltungen im Freien mit 100 Zuschauern möglich - mit Test, Abstand und fest zugewiesenen Plätzen.

Public Viewing zu Fußball-EM mit bis zu 100 Besuchern erlaubt

Mit den neuen Lockerungen wären zur Fußball-EM im Juni und Juli auch Public-Viewing-Veranstaltungen möglich. Der Corona-Kommunikationsstab der Landesregierung teilte dem SWR mit, solche Veranstaltungen fielen unter den Bereich Kultur.

Wie bei einem Freiluftkino wären bis zu 100 Zuschauer erlaubt – vorausgesetzt die Gäste haben einen negativen Test, bekommen feste Sitzplätze mit Abstand zugeteilt und die Kontaktnachverfolgung ist sichergestellt. Am Platz müsse dann keine Maske getragen werden. Eine Bewirtung sei nicht zulässig. Zuschauer könnten aber mitgebrachte Getränke konsumieren, wenn der Veranstalter dies zulasse.

Denkbar sind Public-Viewing-Veranstaltungen laut Corona-Kommunikationsstab auch in der Gastronomie. Zum Beispiel könne ein Biergarten eine Live-Übertragung anbieten. Die Zahl der zulässigen Gäste richte sich dann - wie üblich - nach den Platzverhältnissen vor Ort. An einem Tisch dürften fünf Personen aus zwei Haushalten sitzen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre würden nicht mitgezählt, ebenso Geimpfte oder Genese – sofern in der Kommune nicht strengere Regeln gelten.

Gruppensport draußen ist unter Aufsicht einer Trainerin oder eines Trainers mit bis zu fünf Menschen auf Abstand erlaubt - unabhängig davon aus wie vielen Haushalten diese kommen.

Inzidenz unter 50: Kinos und Restaurants dürfen öffnen

In Regionen mit einer Inzidenz unter 50 können Restaurants und Kulturbetriebe wie Kinos unter Auflagen innen öffnen, ebenso Spielhallen oder Spielbanken. Ausflugsschiffe dürfen Gäste bei einer Inzidenz unter 100 draußen auf Deck empfangen, bei einer Inzidenz unter 50 auch im Innenbereich - jeweils unter Einhaltung der gängigen Corona-Auflagen.

Corona-Regeln für Musikproben gelockert

Für Musiker und Sänger gibt es Erleichterungen. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 sind wieder Außenproben mit einem Dirigenten und fünf Personen erlaubt, egal aus wie vielen Haushalten sie kommen. Bei Kindern bis zu 14 Jahren dürfen Proben in einer Gruppe von bis zu 20 Personen stattfinden.

Änderungen bei der Einreise aus dem Ausland

Die 21. Corona-Bekämpfungsverordnung wurde zudem an die neue Version der Einreiseverordnung des Bundes vom 13. Mai angepasst. Neben den Ausnahmen für symptomlose geimpfte und symptomlose genesene Personen gibt es nur kleinere Ergänzungen: Beispielweise können sich Einreisende aus einfachen Risikogebieten sofort "freitesten" lassen und nicht erst nach fünf Tagen. Zudem müssen sich Kinder bis zum sechsten Geburtstag nicht auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen.

Wie geht es jetzt weiter?

Weitere Lockerungen sollen, so kündigte es die Landesregierung bereits am 12. Mai an, vor Fronleichnam (2. Juni) in Kraft treten. Bei einer Inzidenz über 100 in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt greifen allerdings weiter die schärferen Regeln der Bundesnotbremse.

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