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Reisen wurden abgesagt, Veranstaltungen fallen aus - und viele bleiben auf den Stornierungsgebühren oder bezahlten Tickets sitzen. Was nun? In der Corona-Krise laufen die Drähte bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz heiß.

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Der Reiseveranstalter nimmt eine Stornogebühr, Veranstaltungen fallen ohne Erstattung des Geldes aus, Gastronomen verlangen Geld für die ausgefallene Abi-Feier oder das verschobene Hochzeitsfest: Mit solchen Fragen melden sich die Bürger in der Corona-Krise bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Mehr als 500 Verbraucher meldeten sich bisher

Über eine Telefon-Hotline, Web-Seminare und Video-Chats geht die Beratung trotz der geschlossenen Standorte auf Hochtouren weiter. Seit dem 19. März hätten sich bereits mehr als 500 Verbraucher telefonisch gemeldet, die Berater stünden 72 Stunden pro Woche Rede und Antwort und hätten jetzt noch eine fünfte Telefonleitung geschaltet, berichtete Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale, am Montag in Mainz.

Bis zu 80 Prozent der Anfragen drehten sich um Reisen. Die zweithäufigsten Anfragen kämen zu gebuchten Veranstaltungen und Tickets. "Wir merken auch, dass die Verbraucher mehr Zeit haben und sich ihre Versicherungen mal genau anschauen", sagte von der Lühe. "Alles andere ist sehr in den Hintergrund getreten."

Dubiose Angebote werden gesammelt

Dubiose Angebote wie Vitaminpillen gegen Corona und angeblich funktionierende Tests sammelten die Verbraucherzentralen, um dann im Verbund dagegen vorzugehen. Gemeldet werden könnten auch Wucherpreise für Schutzmasken, Desinfektionsmittel und andere knappe Güter.

Spiegel: Kleine Geschäften in der Krise unterstützen

Verbraucherministerin Anne Spiegel (Grüne) und von der Lühe sprachen sich dagegen aus, für abgesagte Reisen, Kultur- oder Sportveranstaltungen grundsätzlich Gutscheine auszugeben. Dies dürfe nur freiwillig sein, sonst würden Verbraucherrechte beschnitten. Spiegel appellierte zudem an die Verbraucher, in der Krise vor allem bei kleinen Geschäften um die Ecke online zu kaufen.

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