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Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd fürchtet, dass wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Erntehelfer aus Osteuropa nicht nach Deutschland kommen. Es drohten Ernteausfälle und deutlich steigende Preise vor allem für Spargel.

Verbandspräsident Eberhard Hartelt sprach von einem "ganz massiven Problem". Erntehelfer aus Rumänien oder Polen wüssten nicht, ob sie über die Grenze nach Deutschland gelassen werden.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Betriebe fürchten um ihre Existenz

Große Unsicherheit gebe es auch bei den Landwirten. Nach einer groben Schätzung sei momentan - im Vergleich zu sonst - nicht einmal die Hälfte der Saisonarbeiter da. Dabei gebe es schon jetzt viel zu tun. Gemüse pflanzen zum Beispiel oder die Spargelfelder vorbereiten. Manche Betriebe fürchteten bereits um ihre Existenz, so Hartelt. "Die Kosten sind da, es ist ja eine mehrjährige Kultur, so dass wir sehr sehr hohe Liquiditätslücken in den Betrieben kriegen."

Hartelt forderte von der Politik klare Regeln für die Ein- und Ausreise von Erntehelfern, sowie finanzielle Sicherheiten für Betriebe in Not.

Im südlichen Rheinland-Pfalz wird auf rund 1.500 Hektar Fläche Spargel angebaut, bundesweit sind es 23.000 Hektar. Die Spargelernte beginnt in Deutschland normalerweise in der zweiten Aprilhälfte und dauert bis zum "Johannestag", dem 24. Juni.

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