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Von Samstag an werden Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risiskogebieten verpflichtend sein. Die ersten Testzentren in und um Rheinland-Pfalz sind bereits jetzt in Betrieb genommen worden.

Die angekündigte Corona Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten in Deutschland gilt ab Samstag. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag an. Damit soll verhindert werden, dass Reiserückkehrer unbemerkt andere anstecken und somit neue Infektionsketten ausgelöst werden. Welche Auswirkungen hat das für Reisende aus Rheinland-Pfalz? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wer muss sich testen lassen?

Nach der geplanten Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums sind künftig alle Einreisenden, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in Risikogebieten aufgehalten haben, zu einem Test verpflichtet. Dabei ist es irrelevant, ob Reisende mit dem Flugzeug, der Bahn oder dem Auto verreist waren. Auf einer Pressekonferenz bekräftigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) noch einmal, dass für Einreisende aus Luxemburg die bisherigen Ausnahmeregelungen für Quarantänemaßnahen bestehen bleiben. Das Großherzogtum sei zwar als Risikogebiet eingestuft worden, doch "wer beruflich pendelt, wird nicht betroffen sein von den neuen Regelungen".

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Welche Orte zählen derzeit zu den Risikogebieten?

Je nach Infektionsaufkommen in verschiedenen Ländern und Orten, werden Gebiete als Risikogebiet eingestuft. Für die Bewertung ist das Robert-Koch-Institut (RKI) in gemeinsamer Analyse mit dem Bundesgesundheits- und Innenministerium, sowie dem Auswärtigen Amt zuständig. Die aktuelle Liste mit den ausgewiesenen Risikogebieten finden Sie hier.

Wo kann man sich testen lassen?

Am Donnerstag gab Ministerpräsidentin Dreyer bekannt, dass es ab sofort in Rheinland-Pfalz vier Teststationen geben werde. Rheinland-Pfalz sei zwar nicht das Land mit den vergleichsweise großen Flughäfen, allerdings sei man als Durchreisegebiet ebenfalls dazu verpflichtet, Testkapazitäten zur Verfügung zu stellen.

Die Teststationen befinden sich an der A60 von Belgien kommend in Bitburg in der Fieberambulanz in der Wankelstraße 16, an der A64 von Luxemburg kommend in der Raststätte Markusberg in Fahrtrichtung Trier und an der A65 von Frankreich kommend in Landau In den Grabgärten 5 (Anfahrtsadresse für Navigationssysteme: Max-Planck-Straße 14). Die vierte Teststation entsteht am Flughafen Hahn im Terminal. Darüber hinaus gibt es derzeit am Frankfurter Flughafen zwei Teststationen. Diese befinden sich auf dem zentralen Übergang zwischen Terminal 1 und dem Fernbahnhof. Das erste Testzentrum, das Centogene, stellt Schnelltests mit Rachenabstrich zur Verfügung. Das Medical Center als zweite Teststation bietet eine zusätzliche, persönliche Beratung und eine Antikörperbestimmung an.

Was kostet der Corona-Test?

Die Teststellen können von allen Reiserückkehrern - unabhängig davon, ob sie aus einem Risikogebiet kommen, genutzt werden. Die Durchführung der Tests ist kostenlos. Für die Finanzierung sind teils die Länder, teils der Bund zuständig. Davon ausgenommen sind momentan die erweiterten Tests in Frankfurt. Dort kostet ein Test zwischen 59 und 139 Euro pro Person. Eine freiwillige Antikörperbestimmung und eine ärztliche Untersuchung kosten bis zu 268 Euro. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Wie verläuft der Corona-Test?

An den Teststationen an Flughäfen, beispielsweise Flughafen Hahn oder Frankfurt International, wird es sowohl Hinweisschilder als auch Flugblätter mit entsprechenden Informationen für die Passagiere geben. Außerdem wird durch Flughafenpersonal und Sicherheitskräfte dafür gesorgt, dass Rückkehrer aus Risikogebieten zu den Teststationen geleitet werden. Damit soll erreicht werden, dass ausnahmslos jeder Rückkehrer auf das Virus getestet wird. Reisende, die mit dem Auto oder der Bahn im Urlaub waren, werden gebeten, sich in einem der nächsten Testzentren einzufinden. Für den Test werden Reise- und Personaldaten benötigt. Hinsichtlich des Reiseaufkommens und der Testkapazitäten bittet das Land Rheinland-Pfalz darum, dass sich ausschließlich Urlauber an solchen Zentren testen lassen. Das Testergebnis wird in einem Zeitraum zwischen 30 Minuten und sechs Stunden mitgeteilt.

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Was passiert bei welchem Testergebnis?

Die Pläne des Gesundheitsministeriums sehen vor, dass sich Reiserückkehrer direkt bei Wiedereinreise in Deutschland testen lassen müssen, mindestens aber 72 Stunden nach der Rückkehr. Generell gilt in Rheinland-Pfalz weiterhin: Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Ein negatives Testergebnis beendet die Quarantäne. Wichtig ist allerdings, dass dieser erste Test nur eine Momentaufnahme darstellt und nicht final ausschließt, dass eine Infektion vorliegt. Deshalb wird empfohlen, nach einigen Tagen einen weiteren, zweiten Test zu machen - unabhängig davon, wie der erste Test ausfiel. Dieser zweite Test ist freiwillig.

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