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Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus sind aktuell niedrig. Deshalb plant die rheinland-pfälzische Landesregierung ab Juli Lockerungen für Pflegeeinrichtungen.

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Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) hat am Freitag angekündigt, dass sich der Alltag in rheinland-pfälzischen Alten- und Pflegeheimen ab dem 1. Juli wieder etweas normalisieren wird. So sollen Aufenthalte außerhalb von Einrichtungen sowie die Neu- und Wiederaufnahme von Bewohnern erleichtert werden. Nicht mehr nötig sind künftig Quarantänezeiten beispielsweise nach Klinikaufenthalten. Zudem können Bewohner bald zwei Besucher pro Tag zeitlich unbegrenzt empfangen. Auch in Unterkünften für behinderte Menschen gibt es Lockerungen.

Am 17. April wurde ein Besuchsverbot für Alten- und Pflegeheime erlassen, um die Bewohner vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Dieses wurde am 6. Mai im Rahmen weitreichender Lockerungen der Maßnahmen bei weiterhin strengen Hygieneregeln wieder gekippt - so dürfen Bewohner von Pflegeheimen seitdem eine Stunde am Tag Besuch von einer Person in einem speziellen Zimmer empfangen. Ab dem 1. Juli sind pro Tag zwei Besucher erlaubt, die mehrere Stunden bleiben können - auch im Zimmer des Bewohners.

Bätzing-Lichtenthäler: "Notwendige soziale Teilhabe stärken"

"Angehörige und Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen haben aufgrund der Schutzbestimmungen in den letzten Wochen auf viele gewohnte und wichtige Kontakte verzichtet", sagte die Gesundheitsministerin am Freitag. Die Mitarbeiter der Einrichtungen hätten viel geleistet, "um die Situation für alle so gut wie möglich zu gestalten". Nun sei es möglich, mit neuen Regelungen vor allem die "notwendige soziale Teilhabe" zu stärken, "auf die die Menschen ein Recht haben".

Um den Übergang zu den gelockerten Regelungen zu erleichtern, werde das Land den Einrichtungen eine einmalige Erstausstattung mit 250.000 Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung stellen, kündigte Bätzing-Lichtenthäler außerdem an. Die Verordnung gilt für Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe gleichermaßen und ist bis zum 31. August in Kraft.

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