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Die rheinland-pfälzische Polizei zieht eine positive Bilanz der Osterfeiertage. Zwar habe es einige Verstöße gegen die Corona-Auflagen gegeben, die Mehrheit habe sich aber daran gehalten.

Landesweit meldete die Polizei von Gründonnerstag bis Ostermontag rund 2.700 Kontrollen zur Überwachung der Corona-Regeln. Das teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Dabei wurden rund 1.200 Verstöße gegen die Corona-Auflagen festgestellt. Die meisten verzeichneten Verstöße (350) betrafen Nichtbeachtung geltender Ausgangssperren. In 240 Fällen wurde keine Maske getragen, 150 Mal der Mindestabstand nicht eingehalten.

Innenminister Roger Lewentz (SPD) zeigte sich mit dem Verlauf der Ostertage unter den gegebenen Bedingungen zufrieden: "Trotz der festgestellten Verstöße stellt die Polizei beim Großteil der Bürgerinnen und Bürger nach wie vor Verständnis für die Maßnahmen fest. Die meisten Menschen zeigen weiterhin eine hohe Bereitschaft, die Regeln einzuhalten."

Vor den Feiertagen hatte Lewentz angekündigt, dass die Polizei im ganzen Bundesland verstärkt die Einhaltung der Regeln kontrollieren werde. Zusätzlich zu den Einsatzkräften der Polizeipräsidien unterstützten rund 610 Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei die Kontrollen. Aufgrund des guten Wetters seien insbesondere an Karfreitag viele Menschen unterwegs gewesen - beispielsweise an den Uferpromenaden von Rhein, Mosel und Saar und im Pfälzer Wald.

344 Corona-Verstöße in der Vorder-und Südpfalz zu Ostern

"Es war so ruhig, wie es nur sein kann, wenn Ostern und eine Corona-Pandemie zusammenkommen" teilte das Polizeipräsidium Rheinpfalz in einer Feiertagsbilanz mit. Es seien zwar einige Ausflügler in der Vorder- und Südpfalz unterwegs gewesen - vor allem entlang der Weinstraße und am Rheinufer - Verstöße gegen Corona-Maßnahmen hätten sich aber in Grenzen gehalten, hieß es auf SWR-Anfage. Insgesamt zählten Polizisten am Osterwochenende 344 Verstöße gegen die Corona-Auflagen. Bedenke man das teils gute Wetter und den großen Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, sei diese Zahl nicht hoch.

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In Landau musste das Ordnungsamt laut Stadtverwaltung zweimal ausrücken, weil Feiern auf dem Ebenberg gemeldet wurden. Die Mitarbeiter fanden jedoch beide Male nur noch Hinterlassenschaften, wie leere Flaschen. Sonst sei auch hier alles ruhig geblieben.

In Mainz nachts vor allem Berufstätige unterwegs

Auch in der Landeshauptstadt Mainz zeigte sich die Polizei zufrieden, da kaum Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt worden seien. Fast alle Menschen, die während der Ausgangssperre nach 21 Uhr unterwegs waren, hätten einen triftigen Grund dafür nennen können. So hatte die Polizei beispielsweise in der Nacht auf Ostersonntag den Verkehr auf der zentralen Theodor-Heuss-Brücke überwacht und 50 Menschen kontrolliert, die nach 21 Uhr unterwegs waren. Zumeist habe es sich um Berufstätige gehandelt.

Tagsüber waren laut Polizei trotz der kühlen Witterung zahlreiche Menschen in Parks und am Rheinufer unterwegs. Es seien aber zu keiner Zeit so viele Personen wie an den zuletzt sommerlichen Tagen im März gewesen. Außerdem verstießen die Passanten nur vereinzelt gegen Abstandsregeln, Gruppengrößen und das Alkoholverbot.

Allerdings hätten über die Feiertage vermehrt Menschen den Notruf missbraucht, um Informationen über die Corona-Regeln zu bekommen.

Polizei Trier: Menschen bis auf Ausnahmen während der Feiertage einsichtig

Das Polizeipräsidium Trier sprach von "unrühmlichen Ausnahmen" über die Feiertage, während sich die meisten Menschen jedoch an die Regeln gehalten hätten. Gegen einen Restaurantbesucher in Trier wurde ein Strafverfahren eingeleitet, nachdem er dem Geschäftsführer des Restaurants ins Gesicht geschlagen hatte. Nach Angaben der Polizei hatte der den Mann und seine Begleiter zuvor aufgefordert, die Terrasse des Lokals zu verlassen, da niemand aus der Gruppe einen negativen Corona-Test hätte vorweisen können.

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Am Ufer der Saar bei Saarburg lösten Polizei und Ordnungsamt demnach eine größere Menschenansammlung auf, bei der auch Alkohol verkauft und getrunken worden war. Am Karfreitag wurde eine "Corona-Party" in einem Gebäude der ehemaligen US-Radarstation am Schwarzen Mann bei Gondenbrett (Kreis Bitburg-Prüm) beendet.

An der Mosel gingen die Beamten gegen zahlreiche Wohnmobilisten vor, die mangels geöffneter Campingplätze wild auf Uferwiesen und an Ortsenden parkten. Insgesamt zählte das Polizeipräsidium 121 Verstöße gegen Corona-Auflagen.

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