Gesundheitsminister wollen Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen ausdehnen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Auch Auffrischungsimpfung für alle empfohlen

Gesundheitsminister: Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen weiter ausdehnen

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Die Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hat eine Ausweitung der Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen beschlossen. Das hatte auch Rheinland-Pfalz im Vorfeld gefordert.

Man wolle eine "Sicherheitsschleuse" in den Heimen hinterlegen und dazu ein Bundesgesetz anschieben, sagte der Vorsitzende der Konferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag nach Ende der Tagung der Ressortchefs in Lindau am Bodensee.

Im Zentrum stehe die sehr schwierige Lage auf den Intensivstationen und in den Alten- und Pflegeeinrichtungen. Regelmäßige verpflichtende Tests von Personal und Besucherinnen sowie Besuchern sollen die alten Menschen besser schützen. Auch Geimpfte und Genesene müssten sich testen lassen, sagte Holetschek. Die Tests in Heimen bleiben kostenlos, der Bund kommt dafür auf. Eine Impfpflicht für Pflegepersonal lehnen die Ministerinnen und Minister ab.

Dreyer für Testpflicht in Kliniken

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte zuvor eine bundesweite Corona-Testpflicht für ungeimpfte Mitarbeiter von Kliniken und Pflegeeinrichtungen gefordert. Ein solcher Beschluss wäre ein "sehr, sehr wichtiger Schritt", sagte Dreyer im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF.

In Rheinland-Pfalz tritt die tägliche Testpflicht für ungeimpftes Pflegepersonal am kommenden Montag ebenso in Kraft wie in Hessen. In Baden-Württemberg und Bayern gibt es schon seit Längerem verschärfte Testvorgaben.

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Auffrischungsimpfung für alle

Die Gesundheitsminister empfehlen außerdem generell eine Auffrischungsimpfung nach sechs Monaten. Dies gelte vor allem für ältere Menschen und medizinisches Personal, aber letztlich auch für alle, sagte Bayerns Ressortchef Holetschek.

"Wir brauchen mehr Tempo", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Boostern nach sechs Monaten sollte die Regel werden, nicht die Ausnahme. Dass die dritte Impfung "so einen klaren Unterschied macht", die Welle zu brechen, sei noch nicht lange bekannt.

Hausarztpraxen in der Pflicht

Spahn nannte es ein "wichtiges Signal", dass sowohl Ärzteschaft als auch Bund und Länder in dieser Frage einig seien. Nun seien die Hausarztpraxen in der Pflicht, es müsse aber auch öffentliche Angebote wie Impfstellen und -busse geben.

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