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Elternvertreter aus Rheinland-Pfalz fordern, dass Schülerinnen und Schüler schneller die versprochenen Laptops beziehungsweise Tablets bekommen. Das Problem liege in der Bürokratie, so Landeselternsprecher Reiner Schladweiler im SWR.

"Endgeräte sind schon seit Wochen bei den Schulträgern"

Reiner Schladweiler, Vorsitzender des Landeselternbeirats Rheinland-Pfalz

An den wenigsten Schulen seien ausreichend Laptops und andere Endgeräte angekommen, so Schladweiler: "Nach meinem Kenntnisstand sind die schon seit Wochen bei den Schulträgern. Dort werden sie mühsam registriert, und mit einer Auslieferung an die Schulen ist nicht vor Ende Januar oder gar Februar zu denken." Nach seinen Informationen seien dafür bei vielen Schulträgern zu wenige Mitarbeiter eingesetzt.

Betreuung, damit Eltern weiter arbeiten gehen können

Für den Fall eines neuen, harten Lockdowns fordert Elternsprecher Schladweiler zusätzliche Angebote für Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf und für diejenigen, die kein Endgerät oder kein Internet zuhause haben. "In einer Betreuung muss natürlich auch Förderunterricht angeboten werden – und Forderunterricht, für den, der ihn braucht." So könnten die Eltern weiter arbeiten gehen, und die Kinder wären betreut. Das könnte man, angepasst an die Bedingungen im jeweiligen Ort, auch zentral für mehrere Schulen machen – oder eben dezentral, wenn es genug Personal gebe.

Klassenräume sicherer machen

Schladweiler fordert auch, dass in den Schulen Luftfilteranlagen sowie Trennscheiben zwischen den Schülern aufgestellt werden, "weil man davon ausgehen kann, dass nach den Weihnachtsferien die Pandemie wahrscheinlich direkt in die Schulen getragen wird." Deswegen sei es sinnvoll, dass Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 direkt in der ersten Woche nach den Ferien in den Fernunterricht gingen. "Dann kann man auch ganz klar sehen: Wo sind die Schwachstellen, wo muss schnell nachgesteuert werden, wenn wir diesem Heim- oder Wechselunterricht nachgehen müssen – oder wenn ein Lockdown kommt."  

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