Entwurf für die Bund-Länder-Runde

Viele Corona-Maßnahmen sollen bis Mitte März fallen

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Bund und Länder wollen die aktuellen Corona-Regeln in drei Stufen streichen. Das geht aus einem Beschlussentwurf für das nächste Treffen am Mittwoch hervor.

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Der Beschlussentwurf liegt dem SWR vor. Demnach könnten bis zum 20. März die meisten Corona-Regeln wegfallen. Im ersten Schritt soll zum Beispiel die 10-Personen-Regel für private Treffen gestrichen werden, zunächst aber nur für Geimpfte. Das solle zeitnah geschehen, heißt es. Für Ungeimpfte würden vorerst weiterhin die Kontaktbeschränkungen gelten.

Außerdem könnten in diesem Zuge die Zugangskontrollen im Einzelhandel wegfallen. Masken sollen aber weiter getragen werden, heißt es. In einem weiteren Schritt Anfang März sollen Gastronomie und Übernachtungsbetriebe auf die 3G-Regel umgestellt werden. Das heißt: Ab dann könnten auch Ungeimpfte wieder in Restaurants und Hotels gehen, wenn sie einen aktuellen Test vorweisen.

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Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) macht sich für weniger strenge Corona-Schutzmaßnahmen stark. "Einfache schrittweise Lockerungen halte ich für richtig", sagte sie der Funke Mediengruppe am Dienstag. Aus ihrer Sicht sei es sehr wichtig, sich auf bundesweit einheitliche Regelungen zu verständigen.

Schon vergangene Woche hatte Dreyer Lockerungen in Aussicht gestellt. Die Situation in den Krankenhäusern sei noch angespannt und Corona nicht beendet, so Dreyer. "Aber die Menschen erwarten zurecht, dass wir dann auch lockern."

2G-Plus für Clubs und Großveranstaltungen

Für Clubs und Diskotheken würde dann die 2G-Plus-Regel gelten. Das heißt: Zutritt für Geimpfte und Genesene plus aktuellem Test. Dieser würde für Geboosterte entfallen. Ähnliches könnte auch für Großveranstaltungen beschlossen werden. Welche Höchstgrenzen dafür gelten sollen, ist noch unklar.

Pflicht zum Homeoffice soll auch fallen

In einem letzten Schritt sollen dann alle tiefgreifenderen Maßnahmen wegfallen, darunter auch die Homeoffice-Pflicht. Das Papier ist ein Diskussionsentwurf und könnte sich bis Mittwoch noch ändern.

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SWR