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Seit Donnerstag dürfen in Rheinland-Pfalz Bordelle wieder öffnen. Das hat Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) auf SWR-Anfrage erklärt.

Die Bordelle bräuchten nun eine Perspektive, sagte Spiegel. Auch andere Bundesländer seien diesen Schritt jetzt gegangen. Spiegel betonte, dass die Öffnung unter Einhaltung der Hygienevorschriften erfolge.

Außerdem werde der Nachweis eines Ausweises verlangt, um die Kontaktverfolgung im Falle einer Infektion zu gewährleisten.

Perspektive für Prostituierte

Spiegel begründete die Öffnung zum 1. Oktober mit der finanziellen Not der Prostituierten. "Frauen, die in der Prostitution arbeiten, haben in den vergangenen Monaten finanziell mit dem dem Rücken zur Wand gestanden." Nun müssen man den Frauen eine Perspektive geben.

Der Ministerrat hatte in seiner Sitzung am Dienstag eine entsprechende Änderungsverordnung der 11. Corona-Bekämpfungsverordnung beschlossen.

Maximal zwei Personen pro Raum

Der Betrieb von Bordellen unter Einhaltung der allgemeinen Schutzmaßnahmen ist demnach wieder zulässig, sofern an den "angebotenen sexuellen Dienstleistungen nicht mehr als zwei Personen beteiligt sind", heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums für Gesundheit. Räume, die für den Aufenthalt von mehr als zwei Personen vorgesehen seien, müssten geschlossen bleiben - das gilt zum Beispiel für Barräume.

Darüber hinaus ist eine verpflichtende Terminvereinbarung vorgesehen, digital oder telefonisch. Zudem sei das von der Landesregierung ausgearbeitete Hygienekonzept für sexuelle Dienstleistungen zu beachten. Das sieht nach Angaben des Frauenministeriums zum Beispiel eine Maskenpflicht während des Aufenthalts in den Prostitutionsstätten vor. Zusätzlich müssen die Betreiber laut Pressemitteilung ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellen.

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