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In einem 24-Stunden-Marathon hat die Polizei europaweit Raser kontrolliert. Auch in Rheinland-Pfalz wurden dabei tausende Temposünder geblitzt.

Von Mittwoch bis Donnerstag wurden etliche Fahrer bei dem "Speedmarathon" erwischt. Der Großteil der Fahrer hielt sich nach Angaben der Polizeipräsidien vom Donnerstag aber an die Tempolimits.

Das Präsidium in Kaiserslautern meldete, man habe bei mehr als 2.500 Fahrzeugen die Geschwindigkeit gemessen. 91 Fahrzeugführer hätten sich nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit gehalten. Spitzenreiter sei ein Fahrer auf der B270 gewesen: Er sei mit 95 km/h durch eine 70er-Zone gefahren. Auf der B37 sei ein Fahrer geblitzt worden, der 81 km/h in einer 50er Zone drauf gehabt habe. Sie alle bekämen in den nächsten Tagen Post von der Bußgeldstelle.

Kaiserslautern

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Kind nicht ausreichend gesichert

Aufgefallen seien bei den Kontrollen auch andere Verstöße. So sei in einem Auto ein Kind nicht ausreichend gesichert gewesen. Eine Fahrerin habe zudem keine gültige Fahrerlaubnis gehabt. Gegen sie sei eine Strafanzeige aufgenommen worden. Unterm Strich verzeichnet die Polizei in der Westpfalz eine positive Bilanz des Tages. Ein Großteil habe sich an die Geschwindigkeitsvorgaben gehalten.

Fast 85.000 Kontrollen im Bereich Koblenz

Auch das Polizeipräsidium Koblenz beteiligte sich am Blitzmarathon. Demnach wurde an 48 Stellen kontrolliert. Insgesamt seien 141 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte eingesetzt gewesen. Man habe bei rund 85.000 Fahrzeugen die Geschwindigkeit gemessen. 251 von ihnen seien angehalten wegen überhöhter Geschwindigkeit beanstandet worden. Weitere 3.019 Fahrzeuge seien wegen zu schnellen Fahrens automatisiert erfasst worden.

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz hatte nach eigenen Angaben in der Vorder- und Südpfalz insgesamt 13 Kontrollstellen. Die Polizisten stellten 520 Geschwindigkeitsverstöße fest.

Mainz meldet gut 2.400 Verstöße

Die Verkehrsdirektion Mainz meldete insgesamt 2.447 Geschwindigkeitsverstöße. Spitzenreiter war nach Angaben der Polizei ein Autofahrer, der auf der A61 zwischen Gundersheim und Worms mit 220 Stundenkilometern geblitzt wurde, erlaubt sind dort 130. Ihm drohen jetzt ein Bußgeldbescheid sowie Punkte in Flensburg, außerdem musste er den Führerschein abgeben. Während in Rheinhessen vor allem die Autobahnen im Fokus der Kontrollen standen, wurde in Wiesbaden auch in der Innenstadt geblitzt. Hier fuhr ein Autofahrer 129 km/h anstelle der erlaubten 50.

Zu hohes Tempo Hauptursache für Unfälle

Ziel der Aktion war es unter anderem, die Zahl der Toten und Verletzten durch Unfälle auf den Straßen zu senken. Das teilte das europaweite Polizeinetzwerk Roadpol mit, das den "Speedmarathon" durchführt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen stellt nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen dar. Im vergangenen Jahr verunglückten demzufolge auf den Straßen im Dienstgebiet deswegen 950 Menschen bei Verkehrsunfällen, 13 starben.

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