In einer Arztpraxis wird ein 12-jähriges Mädchen geimpft. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Fabian Sommer)

Corona-Impfung für 5- bis 11-Jährige

Biontech: Daten für Kinder-Impfung bis Ende September

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Biontech will in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs auch für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren beantragen. Die Daten für eine Impfung sollen bis Ende September vorliegen.

Dazu würden die Ergebnisse einer Studie den Behörden weltweit, "auch hier in Europa", vorgelegt, sagte die medizinische Geschäftsführerin und Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci dem "Spiegel" am Freitag.

Die Dosis für diese Altersgruppe werde bei zehn Mikrogramm liegen, einem Drittel der Dosis bei Erwachsenen, sagte Türeci der "Bild am Sonntag". Die Daten für die noch jüngeren Kinder lägen gegen Ende des Jahres vor. "Da werden wir mit der Dosis noch mal runtergehen können."

Corona-Impfung für Kinder: "Alles läuft nach Plan"

Die Studienergebnisse liegen demnach bereits vor und müssen nur noch für die Zulassungsbehörden aufbereitet werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte mitgeteilt, sie könne noch keinen Zeitrahmen für eine mögliche Zulassung nennen. Die Produktion wird vom Unternehmen bereits vorbereitet.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßt den Fortschritt auf dem Weg zu einer Corona-Impfung von Kindern unter zwölf Jahren. "Das ist eine gute Nachricht", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Zulassung würde es ermöglichen, auch jüngere Kinder besser zu schützen."

Biontech-Gründer: 60 Tage, um harten Winter zu vermeiden

Zugleich fordern die beiden Biontech-Gründer dazu auf, alles daranzusetzen, in den kommenden Wochen noch unentschiedene Menschen von einer Impfung zu überzeugen. "Noch bleiben uns als Gesellschaft etwa 60 Tage Zeit, um einen harten Winter zu vermeiden", sagte Ugur Sahin. "Wir sollten das uns Mögliche tun, in diesen knapp zwei Monaten so viele Menschen wie möglich zu mobilisieren."

Beim weiteren Verlauf der Pandemie in Deutschland zeigte sich Sahin optimistisch: Im nächsten Frühjahr seien fast alle in der Bevölkerung entweder durch Impfstoffe oder durch Infektion immun, glaubt er. "Das Virus ist dann zwar noch da, aber die Strategien, wie die Gesellschaft mit ihm umgeht, werden nicht mehr strittig sein. Das Virus wird seinen Schrecken verlieren."

Stuttgart, Mainz, Berlin

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