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Noch im Januar war die Freischaltung des Bauern-Messengerdienstes "Geobox" gestoppt worden - aus Datenschutzgründen. Jetzt soll es einen zweiten Anlauf geben.

Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück hat nach eigener Aussage den Messengerdienst für Bauern überarbeitet und an den Datenschutzbeauftragten übergeben. "Wir sind einsatzbereit, wenn das grüne Licht vom Datenschutzbeauftragten kommt", sagte Herwig Köhler, Leiter der Abteilung technische Zentralstelle beim DLR.

"Wollen sichergehen, dass die Daten geschützt sind"

Bauern könnten nun auswählen, ob sie Push-Nachrichten des "Geobox"-Messengers erhalten wollten. Durch das entsprechende Modul würden auch bestimmte statistische Daten an Google weitergeleitet. "Wenn man das nicht will, installieren wir das Modul von Google erst gar nicht", teilte Köhler mit. "Wir wollen sichergehen, dass die Daten der Bäuerinnen und Bauern geschützt sind." Zudem sei die Datenschutzerklärung des Messengerdienstes überarbeitet worden.

Messenger soll Bauern Kommunikation erleichtern

Laut dem Datenschutzbeauftragten des Landes, Dieter Kugelmann, dauert eine Überprüfung im Regelfall ein bis zwei Wochen, "wenn keine weiteren Nachfragen entstehen". Mit dem "Geobox"-Messenger will das Land den landwirtschaftlichen Betrieben eine maßgeschneiderte und rechtskonforme App zur Verfügung stellen. Der Messenger-Dienst ermögliche die Kommunikation der landwirtschaftlichen Berater mit einzelnen Bauern oder auch großen Gruppen. Fachkanäle können für spezielle Informationen abonniert werden, etwa aktuelle Informationen zum Wetter in einer Region.

Agrarminister Volker Wissing (FDP) hatte die Freischaltung von "Geobox" im Januar überraschend gestoppt. Zuvor hatte eine SWR-Analyse ergeben, dass die App allein beim Öffnen Kontakt zu Firmen aufnahm, die Nutzerdaten erheben und auswerten.

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