Reisende am Bahnhof laufen mit Koffern zu einem Zug  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bodo Marks)

Gültig seit Sonntag, 10. Dezember

Fahrplanwechsel: Nachtzug nach Berlin, ICE nach Rügen

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Der Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn am Sonntag bringt auch für Rheinland-Pfalz Neuerungen. Viele Tickets im Fernverkehr werden teurer.

Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn: Mit neuen Fern- und Regionalverbindungen sowie zusätzlichen Zügen auf der Schiene soll sich das Angebot für die Fahrgäste verbessern.

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ICE-Sprinter von Saarbrücken nach Berlin

Für Bahnreisende in Rheinland-Pfalz gibt es durch den Fahrplanwechsel viel Neues. So wird es ab März 2024 einen ICE-Sprinter von Saarbrücken über Kaiserslautern, Mannheim, Darmstadt und Frankfurt nach Berlin geben - samstags und sonntags umsteigefrei weiter über die Uckermark, Greifswald und Stralsund bis nach Rügen (Ostseebad Binz). Abfahrtszeit in Saarbrücken ist um 6:28 Uhr, Ankunft im Ostseebad Binz um 17:00 Uhr. In die Gegenrichtung fährt der Zug nach Angaben der Bahn am Wochenende vom Ostseebad Binz (10:56 Uhr) nur bis Frankfurt (18:56 Uhr).

Neue Direktverbindungen aus Rheinland-Pfalz (Foto: SWR)
Neue Direktverbindungen aus Rheinland-Pfalz

Neuer Nachtzug nach Salzburg

Neu ist auch eine Nachtzugverbindung von Koblenz und Mainz nach Berlin oder Salzburg. Der Nachtzug fährt beispielsweise um 23:25 Uhr ab Koblenz und 0:36 Uhr ab Mainz in Richtung Berlin (Ankunft 9:16 Uhr) und Salzburg (Ankunft 7:26 Uhr). "Diese Verbindungen werden anfangs dreimal die Woche, ab Herbst 2024 dann täglich fahren", teilte die Bahn mit. Auch von und nach Zürich gebe es weiterhin Nachtzugverbindungen aus dem Mittelrheintal.

Mehr ICE-Züge im Mittelrheintal

Auf der Mittelrheinstrecke werden laut Bahn insgesamt mehr ICE-Züge unterwegs sein, unter anderem, weil Intercity-Verbindungen ersetzt werden. Pro Tag und Richtung fahren demnach auf der Strecke zwischen Stuttgart und Köln ein bis zwei ICE-Züge statt IC-Züge.

Bundesweit will die Bahn ihr Fernverkehrs-Angebot vor allem auf den Strecken zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Berlin und München aufstocken.

Weiter unpünktlich - wenn nicht sogar unpünktlicher

An der chronischen Unzuverlässigkeit im Fernverkehr wird sich aber erst einmal nichts ändern. "Auch 2024 werden wir unsere Fahrgäste um etwas mehr Geduld bitten müssen, als ihnen und uns lieb ist", sagte der für den Fernverkehr verantwortliche Bahnvorstand Michael Peterson. "Aber wir werden im kommenden Jahr mit der Generalsanierung des Schienennetzes beginnen." Das bedeute Schritt für Schritt Verbesserungen auf der überlasteten Infrastruktur. Mit einer höheren Verlässlichkeit könne allerdings erst ab 2025 gerechnet werden.

Die Riedbahn von Frankfurt über Biblis nach Mannheim wird von Mitte Juli kommenden Jahres bis in den Dezember hinein komplett gesperrt und saniert. Das hat erhebliche Auswirkungen auch auf Rheinland-Pfalz. Die Baustelle an sich liegt nicht in RLP, aber die Umleitungsstrecken führen teils über die linksrheinischen Strecken. Dadurch fallen Regionalzug-Verbindungen aus, um Platz zu schaffen für umgeleitete Fernverkehrszüge. Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen ist zudem bei Störungen mit mehr Behinderungen zu rechnen.

Viele Ticketpreise steigen

Tickets für den neuen Fahrplan sind bereits seit Oktober erhältlich. Ab Sonntag gelten dann höhere Fahrpreise. Die sogenannten Flextickets kosten dann im Schnitt 4,9 Prozent mehr. Die Fahrkarten heißen so, weil sie Fahrgästen eine gewisse Flexibilität ermöglichen sollen, insbesondere bei der Zugauswahl.

Der Preis für die Bahncard 25 erhöht sich zum Fahrplanwechsel um drei Euro, sie kostet dann jährlich 62,90 Euro. Inhaber erhalten mit ihr 25 Prozent Rabatt auf jede gebuchte Bahnfahrt. Der Preis für die Bahncard 50, mit der Einzeltickets im Flextarif halb so viel kosten, bleibt hingegen gleich. Auch bei den Spar- und Supersparpreisen der Bahn ändert sich nichts.

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