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Erst galt er als weniger wirksam, nun hat die Ständige Impfkommission in Berlin den Impfstoff von AstraZeneca doch empfohlen. Das soll in Rheinland-Pfalz vor allem Älteren und Vorerkrankten zu Gute kommen.

"Die Entscheidung (der Stiko) ist ein großer Lichtblick besonders für die Menschen zwischen 70 und 79 Jahren aus der Prioritätsgruppe 2, die dringend auf eine Corona-Schutzimpfung warten", sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Freitag.

Rheinland-Pfalz werde die Empfehlung zeitnah umsetzen und alle Menschen dieser Altersgruppe per Brief über die Registrierungsmöglichkeit informieren. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nannte die Entscheidung mit Blick auf den Impf-Fortschritt "einen echten Segen".

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Astrazeneca auch bei Älteren wirksam

Die Stiko empfiehlt nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums den Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca jetzt auch für Menschen ab 65 Jahren. Zuvor galt die Empfehlung nur für 18- bis 64-Jährige, da für Ältere zunächst nicht genügend Studiendaten vorgelegen hätten. Bund und Länder hatten am Mittwoch in ihrem Beschluss zum weiteren Corona-Vorgehen festgestellt, dass der Impfstoff Studienergebnissen aus Großbritannien zufolge generell eine hohe Wirksamkeit aufweise. Dies sei auch in der älteren Bevölkerung der Fall.

Ende März oder Anfang April sollten auch die Hausärzte impfen, sagte Bätzing-Lichtenthäler. Zunächst würden aber die onkologischen- und Dialysepraxen einbezogen. Der Bund arbeite derzeit an einem Impf-Konzept für die Hausärzte, weil dann nicht mehr das Land den Impfstoff verteilen werde, sondern die niedergelassenen Ärzte ihn direkt vom Bund bekämen.

Rheinland-Pfalz

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