Eine Krankenschwester nimmt im Impfzentrum in der Paul-Horn-Arena sechs Spritzen mit Covid-19 Impfstoff von BiontechPfizer, die aus einer einzelnen Ampulle zubereitet wurden, entgegen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Bereit für den dritten Piks

Corona-Auffrischungsimpfungen in RLP ab 1. September

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Ab kommendem Mittwoch werden in Rheinland-Pfalz Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus angeboten. Zielgruppe sind vor allem ältere Menschen.

Risikogruppen können ab 1. September in Rheinland-Pfalz eine Auffrischungsimpfung bekommen. Diesen Termin hat das Landesgesundheitsministerium bekannt gegeben.

Zum dritten Mal impfen lassen können sich über 80-Jährige, Menschen mit Immunschwäche, Pflegebedürftige zuhause sowie Bewohner und Beschäftigte von Alten- oder Pflegeeinrichtungen oder Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Voraussetzung ist, dass die zweite Corona-Impfung bei ihnen mindestens sechs Monate zurückliegt. Mit der Drittimpfung soll verhindert werden, dass der Impfschutz nachlässt.

Impfung vor allem durch niedergelassene Ärzte

Die Impfungen sollen von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden. In den Einrichtungen soll nach Angaben des Gesundheitsministeriums vor Ort geimpft werden, bei Bedarf sollen mobile Impfteams Unterstützung leisten.

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Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, verwies darauf, dass Impfungen zu den Routineaufgaben der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten gehören. "Sie stehen daher auch für die anstehenden Auffrischungsimpfungen gerne zur Verfügung", so Heinz.

"Wir wollen die Risikogruppen für den anstehenden Herbst bestmöglich schützen."

Ziel der Auffrischungsimpfungen ist es nach Angaben von Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD), den Schutz der Risikogruppen zu gewährleisten. Sozialminister Alexander Schweitzer (SPD) ergänzt: "Der frühe Start und die konsequente Umsetzung der Impfkampagne in den Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe hat entscheidend dazu beigetragen, dass wir heute dort nur noch wenige Infektionen und so gut wie keine schweren Krankheitsverläufe mehr verzeichnen. Jetzt geht es darum, dass wir diesen Fortschritt in der Pandemiebekämpfung durch Auffrischungsimpfungen sichern."

Wenige Neuinfektionen bei älteren Menschen

Tatsächlich ist nach den Angaben des Landesuntersuchungsamts die Inzidenz in der Altersgruppe über 60 relativ gering. Sie liegt am Freitag bei 18,6. Die Inzidenz bezogen auf die gesamte Bevölkerung in Rheinland-Pfalz liegt bei 67,0.

Zugleich ist die Impfquote unter den älteren Menschen besonders hoch. Während in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag inzwischen 60 Prozent der Menschen vollständig geimpft sind, liegt die Impfquote bei den über 60-Jährigen im Land bei 84,5 Prozent.

Streit über Auffrischungsimpfungen

Für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) steht fest, dass eine sogenannte Booster-Impfung den Impfschutz verstärkt und verlängert. Ähnlich sieht es die Gesundheitsministerkonferenz. Sie hat sich dafür ausgesprochen, älteren und immungeschwächen Menschen ab September eine Auffrischungsimpfung anzubieten.

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An diesem Zeitpunkt gibt es aber auch Kritik. Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte, es fehlten unabhängige Analysen. Die Drittimpfung werde angeboten, ohne dass ausreichend Wissen darüber vorhanden sei, wie der Körper auf die ersten beiden Spritzen oder auf eine Infektion reagiert habe. "Viel hilft viel" könne hier nicht das Motto sein, so Brysch. Er fordert, bei allen Impfkandidaten zunächst den tatsächlichen Immunstatus zu erheben.

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