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Auch in Rheinland-Pfalz wird ab sofort wieder der Impfstoff von Astrazeneca verimpft. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Die EMA hatte das Mittel als sicher eingestuft.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte am Donnerstag entschieden, dass der Wirkstoff von Astrazeneca weiterhin sicher und wirksam ist. Daraufhin hatte das Bundesgesundheitsministerium die Impfungen damit wieder freigegeben. Es werde aber eine extra Warnung vor möglichen seltenen Fällen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen hinzugefügt.

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Ziel sei, dass schon an diesem Freitag wieder begonnen werden könne, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstagabend nach dem Votum der EMA und Beratungen mit den Ländern.

Der Mainzer Virologe Bodo Plachter begrüßte die Entscheidung der EMA. Die Nebenwirkungen von Astrazeneca seien sehr selten.

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Rheinland-Pfalz setzt Entscheidung sofort um

Rheinland-Pfalz wird diese Entscheidung unmittelbar umsetzen und die gestoppten Impfungen mit Astrazeneca wieder starten, heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

"Die Europäische Arzneimittelbehörde gilt als eine sehr strenge Kontrollbehörde. Sie hat die Verdachtsfälle geprüft", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstagabend. Die Entscheidung sei klar. "Sobald die Bundesregierung grünes Licht gibt, werden wir in Rheinland-Pfalz mit unserer Impfkampagne wieder volle Fahrt aufnehmen."

Konkret bedeute dies, dass die ausgesetzten Impfungen der Priogruppe 2 in den Krankenhäusern, bei der Polizei und in den Justizvollzugsanstalten ebenso wie die Impfungen mit Astrazeneca in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe durch die mobilen Impfteams nun wieder anliefen. Auch die gestoppte Terminvergabe für neue Termine in den Impfzentren für die Prioritätsgruppe 2 wird aufgehoben.

Terminvergabe läuft wieder

Neue Impftermine werden nun wieder für alle drei verfügbaren Impfstoffe vergeben. Die entsprechenden Impfungen finden ab der kommenden Woche wieder statt. Personen, die sich bereits für einen Termin registriert haben, werden automatisch über eine Terminzuteilung informiert und müssen sich nicht erneut registrieren.

Auch ein Thrombosefall in Rheinland-Pfalz

Deutschland hatte die Impfungen mit Astrazeneca Anfang der Woche vorläufig gestoppt, nachdem Fälle von Hirnvenenthrombosen in zeitlicher Nähe zur Impfung aufgetreten waren. Auch in Rheinland-Pfalz hatte es einen Fall gegeben. Ob diese Thrombose-Fälle aber auf das Vakzin von Astrazeneca zurückzuführen sind, ist bislang unklar.

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