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In Rheinland-Pfalz haben sich im September im Vergleich zum Vormonat weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Eine Kehrtwende sieht die Arbeitsagentur aber noch nicht.

Die Arbeitslosenquote lag nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland im September bei 5,4 Prozent (August: 5,7 Prozent). Insgesamt waren damit 122.500 Frauen und Männer im Land arbeitslos. Zudem beantragten die Unternehmen weniger Kurzarbeit.

Wie die Arbeitsagentur weiter mitteilte, reduzierte sich insbesondere bei jüngeren Menschen die Arbeitslosigkeit deutlich. Viele nahmen eine Beschäftigung auf oder begannen eine Ausbildung.

Noch keine Kehrtwende am Arbeitsmarkt

"Auch wenn sich die Lage in den vergangenen vier Wochen entspannt hat, so ist es noch zu früh, von einer Kehrtwende zu sprechen, denn im Vergleich zum Vorjahr sind mehr Arbeitslose und weniger offene Arbeitsstellen gemeldet", sagte Walter Hüther, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion. Die Arbeitslosenquote im September 2019 lag bei 4,2 Prozent.

Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt sei immer noch robust. Wie sich die Situation in den nächsten Wochen entwickele sei von mehreren Faktoren abhängig, so Hüther. "Unter anderem spielen die Entwicklung der Corona-Infektionszahlen und die Konsequenzen daraus eine maßgebliche Rolle."

Mehr als 7.000 offene Stellen

Insgesamt wurden der Arbeitsagentur im September 7.100 offene Stellen gemeldet (August: 6.500). Die meisten wurden in der Zeitarbeit (1.740 Stellen), im Handel (880 Stellen), im Gesundheits- und Sozialwesen (740 Stellen), im Verarbeitenden Gewerbe (650 Stellen) und bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (510 Stellen) gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Viertel weniger.

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