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Die Corona-Zahlen sinken, in Rheinland-Pfalz wird gelockert. Wer aber zum Beispiel in den Biergarten will, braucht einen Test. Entsprechend groß ist der Andrang bei Teststationen.

Offene Biergärten und Hotels: Die vorsichtigen Lockerungen bei sinkenden Corona-Fallzahlen haben in Rheinland-Pfalz teils einen Ansturm auf Teststellen ausgelöst. "Auch im Kreis Neuwied hat die Außengastronomie wieder aufgemacht, da sind wir am Pfingstwochenende überrannt worden", sagt etwa Lars Brennecke, Chef von Actionlight in Urmitz bei Koblenz. Die Veranstaltungsfirma betreibt inzwischen mangels Großevents unter anderem vier Schnelltestzentren. In einem davon in Neuwied seien am Samstag im Schnitt jede Stunde mehr als 100 Tests gemacht worden.

Manche Restaurants bieten selbst Schnelltests an

Ein negatives Ergebnis oder der Nachweis ausreichender Impfungen oder einer Corona-Genesung ist für Gastgewerbe und Kultur in der Regel vorgeschrieben. Manche Gastronomiebetriebe bieten selbst Schnelltests an. Auch das Staatstheater Mainz zum Beispiel nimmt in Kürze mit Maskenpflicht und Mindestabständen wieder seinen Spielbetrieb auf - testen lassen können sich Besucher dann vor Ort.

Bundesweit macht mittlerweile fast jeder dritte Erwachsene laut einer Umfrage mindestens ein- bis zweimal pro Woche einen Corona-Test. Laut einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov ist dieser Schritt am stärksten bei jungen Leuten verbreitet. Der Bund übernimmt seit März die Kosten für mindestens einen Schnelltest von geschultem Personal pro Woche. Auch in Schulen gibt es regelmäßige Schnelltests.

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400 Schnelltests an einem Tag im Testzentrum des Rotary Clubs in Trier

In Trier wird das vom Rotary Club eröffnete Testzentrum auf dem Domfreihof nach deren Angaben sehr gut angenommen. Am vergangenen Samstag seien rund 400 Tests gemacht worden - auch sonntags sei die Warteschlange lang gewesen. Mit dem ehrenamtlichen Einsatz wollen die Rotarier die Bürger, den Einzelhandel und die Gastronomie unterstützen. Eine Anmeldung sei nicht vorgeschrieben, eine vorherige Kontakterfassung über eine App (Imnu) beschleunige aber alles. Das Testergebnis gebe es 15 Minuten später aufs Handy.

Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung meldet für Rheinland-Pfalz insgesamt 1.610 Teststellen (Stand: 25 Mai). Ein Viertel davon werde von Kommunen und Hilfsorganisationen betrieben. Drei Viertel verteilten sich auf 235 Apotheken, 355 Arztpraxen sowie 599 sonstige kommerzielle Anbieter wie die Firma Actionlight. Es gibt auch Drive-in-Teststellen ohne Aussteigen aus dem Auto und Tests auf dem Wasser wie zum Beispiel in einem umfunktionierten Schiff der Gilles Personenschifffahrt auf dem Rhein in Vallendar bei Koblenz.

Laut Landesamt können Arztpraxen und Apotheken eine Vergütung von 15 Euro und sonstige Betreiber von zwölf Euro pro Test über die Kassenärztliche Vereinigung abrechnen. Zudem würden Sachkosten von maximal sechs Euro pro Testkit übernommen.

Dehoga fordert Ende der Tests für Gastronomie

Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Rheinland-Pfalz, Gereon Haumann, sagt, die Mehrheit der Gastronomiebetriebe mit Testangeboten verlange dafür kein Geld. Der Verband ermuntere sie dazu als guten Service für Gäste, zumal sich die Betriebe die Kosten dafür vom Staat auch über Corona-Hilfen ersetzen lassen könnten. Der Dehoga fordert allerdings angesichts sinkender Corona-Fallzahlen den Verzicht auf die Vorschrift von Testergebnissen und sonstigen Nachweisen für die Außengastronomie. Mit Mindestabständen und Desinfektionsmitteln sind diese Orte im Freien laut Haumann sicherer als wenn sich, wie am Pfingstwochenende, zahlreiche Ausflügler auf einer Picknickdecke oder Parkbank zusammendrängten.

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