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Bund und Länder haben während der Coronapandemie ein gemeinsames Ziel: Die Schulen sollen geöffnet bleiben. Zu viele Nachteile brachte das Projekt Homeschooling während des ersten Lockdowns im Frühjahr. Auch Kinderärzte betonen die Wichtigkeit des Präsenzunterrichts.

Einen flächendeckenden Wechselunterricht soll es dem derzeitigen Entwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zufolge nicht geben. Beim Wechselunterricht werden etwa Klassen geteilt und dann abwechselnd in der Schule und zu Hause unterrichtet. Nur in Ländern oder Regionen mit vielen Corona-Infektionen in den Schulen sollen ab Jahrgangsstufe 7 Konzepte wie ein Wechselunterricht umgesetzt werden.

VBE in Rheinland-Pfalz für Wechselunterricht

Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Rheinland-Pfalz, Gerhard Bold, richtete dagegen am Dienstag einen klaren Appell an die Landesregierung: "Eltern, Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrkräfte sprechen sich mehrheitlich für Szenario 2 aus, also einen Wechselunterricht in kleineren Lerngruppen".

Wo dies möglich sei, solle der Wechselunterricht mit digitaler Unterstützung erfolgen. Seit Monaten bemängele man, dass die digitale Ausstattung nicht flächendeckend für einen hybriden Mix aus digitalem Fernunterricht mit klassischem Präsenzunterricht ausreiche. Das Land müsse endlich den Wechselunterricht ermöglichen, so Bold.

Bei seiner Forderung stützt sich der VBE auch auf eine nicht repräsentative Blitzumfrage unter Lehrerinnen und Lehrern im Land. Dabei sprachen sich nach Angaben der Gewerkschaft drei Viertel der Teilnehmer für einen Wechselunterricht in kleineren Lerngruppen aus. Am derzeitigen Regelunterricht wolle nur knapp ein Fünftel festhalten.

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