Ein Kreuz steht vor einer Regenbogen-Fahne.  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Nach "#OutInChurch"-Aktion

Bischof Kohlgraf für Änderung von kirchlichem Arbeitsrecht

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Der Mainzer Bischof Kohlgraf und der rheinland-pfälzische Arbeitsminister Schweitzer (SPD) sind für eine Änderung beim kirchlichen Arbeitsrecht. Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sollen nicht mehr Grund für eine Kündigung sein.

Nach dem Coming-out von queeren, also nicht-hetereosexuellen, Mitarbeitenden der katholischen Kirche in der vergangenen Woche ist das kirchliche Arbeitsrecht in der Kritik. Viele fordern, die arbeitsrechlichen Bestimmungen anzupassen. Darunter: Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf und der rheinland-pfälzische Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD).

Frankfurt am Main

Dritte Synodalversammlung in Frankfurt Synodaler Weg plant "Schuldbekenntnis" zu Missbrauch

Vor dem Hintergrund des jüngsten Missbrauchsgutachtens plant das katholische Reformvorhaben Synodaler Weg einen Arbeitskreis zum Thema "Schuldbekenntnis". Das gab die Initiative am Donnerstag in Frankfurt bekannt.  mehr...

Rechtssicherheit für nicht-heterosexuelle Kirchenmitarbeiter

Bischof Kohlgraf möchte nach eigenen Angaben für queere Mitarbeitende in der katholischen Kirche, Rechtssicherheit erreichen. Die persönliche Lebensform dürfe kein Hindernis mehr sein für die Beschäftigung bei der Kirche, sagte der Bischof dem SWR.

Damit positioniert sich Bischof Kohlgraf in der Diskussion um die Änderung des kirchlichen Arbeitsrechts. Ausgelöst hat sie die Initiative "#OutInChurch", in der sich über 100 Mitarbeitende der katholischen Kirche als nicht-heterosexuell geoutet hatten. Sie fordern ein Ende der Diskriminierung.

Queere Mitarbeitende der Kirche "#OutInChurch": Keine arbeitsrechtlichen Folgen nach Outing

Anfang der Woche haben sich 125 queere Mitarbeitende der Kirche und ihrer Einrichtungen als nicht-heterosexuell geoutet. Eine SWR-Recherche hat jetzt ergeben: Mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen müssen die meisten von ihnen nicht rechnen.  mehr...

Derzeit können nicht-heterosexuell lebende Menschen von der Kirche gekündigt werden. Auch der rheinland-pfälzische Arbeitsminister Schweitzer fordert eine Veränderung beim katholischen Arbeitsrecht. Ein Beschäftigter dürfe wegen seiner sexuellen Präferenzen keinerlei Einschränkungen erleben, wie bei anderen privaten und öffentlichen Arbeitgebern auch, sagte Schweitzer dem SWR.

Stuttgart

ARD-Dokumentation "Wie Gott uns schuf" LGBTIQ-Mitarbeitende der katholischen Kirche outen sich öffentlich

Sie riskieren eine Kündigung und wollen ihre Sexualität doch öffentlich machen: 100 queere Mitarbeitende der katholischen Kirche haben sich in einer ARD-Doku geoutet.  mehr...

SWR2 Glauben Schwul, lesbisch, gläubig – queere Menschen in der katholischen Kirche

125 nicht-heterosexuelle Mitarbeitende der katholischen Kirche outen sich.
Einige Bischöfe äußern Verständnis, andere schweigen. Katholische Organisationen solidarisieren sich.
Von Sophie Rebmann  mehr...

SWR2 Glauben SWR2

Trier

Katholische Kirche Kardinal Marx: Priester sollen heiraten dürfen

Der früherer Trierer Bischof Kardinal Marx ist dafür, dass katholische Priester heiraten dürfen. Das sagte Marx in einem Interview der Süddeutschen Zeitung von heute.  mehr...

RLP

Reaktionen auf das Münchener Missbrauchsgutachten Zahl der Kirchenaustritte in Rheinland-Pfalz steigt

Das Münchener Missbrauchsgutachten führt offenbar auch in Rheinland-Pfalz dazu, dass mehr Menschen aus der Kirche austreten. Das ergab eine SWR-Umfrage bei Standesämtern im Land.  mehr...

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