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Zum Beginn der Motorradsaison hat der ADAC in Rheinland-Pfalz die Verkehrsteilnehmer zu Wachsamkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme aufgerufen.

Auto- und Motorradfahrer müssten sich nach den Wintermonaten "erst wieder aneinander gewöhnen", so Herbert Fuss, Leiter Verkehr und Technik beim ADAC Mittelrhein mit Sitz in Koblenz. Dazu komme ein erhöhtes Risiko für Zweiradfahrer durch nicht behobene Frostschäden und Rollsplit auf der Fahrbahn.

Schilder weisen auf lärmsensible Streckenabschnitte hin

Fuss mahnte Motorradfahrer zur Rücksichtnahme vor allem im Bereich von Ortschaften. Ein starkes und damit lärmintensives Beschleunigen direkt nach einer Ortschaft sei im Sinne aller Anwohner unbedingt zu vermeiden. In diesem Zusammenhang verweist der ADAC Mittelrhein auf ein bundesweites Pilotprojekt, das kürzlich mit Unterstützung des rheinland-pfälzischen Innen- und Verkehrsministeriums sowie des Landesbetriebs Mobilität gestartet sei.

So wurden im Gelbachtal, das mit seinen kurvenreichen Straßen bei Bikern ein beliebtes Ausflugsziel im Westerwald ist, Hinweisschilder installiert, die auf lärmsensible Streckenabschnitte aufmerksam machen sollen.

ADAC gegen Wochenendfahrverbote

Seit Jahren wird unter Bürgern, Motorradfahrern und Behörden diskutiert, wie Lösungen für die "Lärm-Problematik" aussehen könnten. Wochenendfahrverbote oder Einschränkungen auf vielbefahrenen Strecken gehören aus Sicht des ADAC nicht dazu.

"Damit würde man alle Motorradfahrer bestrafen, die rücksichtsvoll und mit legalen, nicht manipulierten Motorrädern unterwegs sind", so Rudi Speich, Vorstand Verkehr und Technik beim ADAC Mittelrhein. Außerdem würden die schon durch Corona angeschlagenen Gastronomie- und Hotelbetriebe an diesen Strecken zusätzlich getroffen.

Landesregierung für Gebote statt Verbote

Die rheinland-pfälzische Landesregierung aus SPD, FDP und Grünen setzt in der Diskussion um wirkungsvolle Wege zur Eindämmung des Motorradlärms auf einen Mittelweg. Bei einem digitalen "Runden Tisch" sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht (FDP) zuletzt, man wolle die Freiheitsrechte der Biker mit den ebenso berechtigten Interessen des Anwohner- und Naturschutzes austarieren. Da helfe keine generelle, undifferenzierte Verbotskulisse, sondern die punktuelle Eindämmung von vermeidbarem Motorradlärm. Zudem, so Becht sei der Motorradtourismus in manchen Regionen des Landes ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.

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