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In Rheinland-Pfalz gibt es seit Mittwoch weitere Lockerungen bei den Corona- Beschränkungen. So dürfen unter anderem Fitnessstudios, Freibäder sowie Kinos und Theater wieder öffnen.

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Überall gelten aber strenge Auflagen. In Fitnessstudios ist etwa ein Abstand von drei Metern zwischen den Geräten vorgeschrieben, wenn sie parallel genutzt werden. Ansonsten liegt die Grenze bei Trainings bei einer Fläche von zehn Quadratmetern je Person. Wettkampfsituationen mit direktem Kontakt sind nicht erlaubt.

Außerdem sind in Rheinland-Pfalz Großveranstaltungen im Freien mit bis zu 100 Personen erlaubt. Bedingung ist laut Landesregierung jedoch, dass dabei das Abstandsgebot, die Personenbegrenzung und die Kontakterfassung beachtet würden.

In Freibädern muss auch im Becken ein Mindestabstand von anderthalb Metern eingehalten werden. Schwimmerbecken sind mit Bahnmarkierungen auszustatten und es muss ein Konzept zum geordneten Schwimmbetrieb vorliegen. Duschen und Umkleiden sind nur einzeln bzw. mit Personen aus dem eigenen Haushalt betretbar.

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Theater, Kinos, Konzerthallen, Opernhäuser und Kleinkunstbühnen dürfen wieder öffnen. Voraussetzung ist eine Bestuhlung mit einem Sitzabstand von 1,5 Metern.

Regelmäßiges Lüften vorgeschrieben

In Tanzschulen gilt einen Mindestabstand von 1,5 Metern, im Abstand von 20 Minuten muss für jeweils 15 Minuten gelüftet werden. Paartanz ist nur mit begrenzter Personenanzahl möglich und das Paar muss aus einem Hausstand kommen oder aus festen Tanzpartnern bestehen.

Für Flohmärkte, Sondermärkte und ähnliche Märkte im Freien gilt eine maximale Personenanzahl, die sich an der Marktgesamtfläche orientiert (eine Person je 10 Quadratmeter bei einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern).

In Zirkussen und ähnliche im Freien betriebene Einrichtungen gilt ein Abstand von 1,5 Metern zum nächsten Besucher. Ein Besuch der Tiere auf dem Gelände ist möglich. Es soll keine Ansammlungen und Warteschlangen geben.

In Spielhallen und Spielbanken gelten Zutrittsbeschränkungen, es dürfen noch so viele Gäste eintreten wie Geldspielgeräte vorhanden sind. Das Mindestabstandsgebot gilt nicht, wenn Gäste durch eine Trennscheibe geschützt werden.

Gaststätten dürfen länger öffnen

Die oben genannten Lockerungen hatte die Regierung vor zwei Wochen angekündigt und am Montagabend die Auflagen für die Öffnungen vorgelegt, die sogenannten Hygienekonzepte. Sie müssen von den Einrichtungen nun umgesetzt und von den Gesundheitsämtern vor Ort abgenommen werden.

Wegen der "sehr niedrigen Zahl der Neuinfektionen der vergangenen Wochen" habe sich die Landesregierung zudem entschlossen, die Sperrzeiten in der Gastronomie um eine halbe Stunde auf 22:30 Uhr zu verlängern, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Zudem sei es wieder erlaubt, Speisen und Getränke an Theken in Gaststätten oder an Anreichen in Hotels beim Frühstück entgegenzunehmen. Das betrifft auch die Pfälzerwaldhütten, deren Betreiber eine solche Regelung im Vorfeld gefordert hatten.

Kritik an später Bekanntgabe der Hygienevorschriften

Grundlage für die Öffnungen ist die Achte Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes, die am Mittwoch in Kraft trat. Aus der Fitness-Branche hatte es Kritik daran gegeben, dass der Hygieneplan für die Betriebe erst kurz vor dem Öffnungstermin bekanntgegeben werden sollte.

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Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) erklärte am Montagabend, dass man die Entwicklung des Infektionsgeschehens sehr genau beobachte und alle Maßnahmen an die aktuelle epidemiologische Lage anpasse. "Die Abstands- und Hygieneregeln bleiben weiterhin die Grundlage jeder Lockerungsmaßnahme."

Viele Bäder und Wanderhütten bleiben wohl vorerst weiter zu

Der Landkreistag geht davon aus, dass viele Schwimmbäder zunächst geschlossen bleiben. Der Vorsitzende des Landkreistages, Günther Schartz, sagte, es wäre besser gewesen, erst die Hygienevorschriften zu veröffentlichen und dann den Termin für die Öffnung, um so den Betreibern der Schwimmbäder mehr Zeit für die Vorbereitung zu geben. Nun würden in der Öffentlichkeit Erwartungen geweckt, die so nicht in jedem Fall erfüllt werden könnten. 

Auch viele Hütten im Pfälzerwald werden trotz des nun erlaubten Thekenverkaufs weiterhin geschlossen bleiben. Wie der Pfälzerwald-Verein mitteilte, sind viele Hygienevorgaben nur schwer umsetzbar. Nach Angaben des Vereins müssten beispielsweise die Kontaktdaten von Wanderern erfasst werden. Auch sei ein abgesperrter Bereich für den Hütteneinlass oder das Ernennen eines Hygienebeauftragten Pflicht. Gerade ehrenamtliche Hüttenbetreiber könnten dies nicht leisten und würden deshalb nicht öffnen.

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