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Die Schulen in Rheinland-Pfalz sollen nach den Pfingstferien noch zwei Wochen im Wechselunterricht bleiben. Danach sollen möglichst alle wieder in die Schule kommen dürfen.

"Ab dem 21. Juni 2021 öffnen wir so viel wie möglich", teilte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Montag mit. "Danach findet für alle Klassen- und Jahrgangsstufen Präsenzunterricht statt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in den kreisfreien Städten und Landkreisen stabil unter 100 liegt." Rheinland-Pfalz sei mit landesweit zurückgehenden Infektionszahlen auf einem sehr guten Weg, erklärte Hubig.

Stefanie Hubig (SPD), Ministerin für Bildung in Rheinland-Pfalz (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Andreas Arnold)
Stefanie Hubig (SPD) bleibt in den für Schulen und Kitas so schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie weiter Bildungsministerin. picture alliance/dpa | Andreas Arnold

Schulöffnungen in zwei Stufen

Nach den Pfingstferien am 2. Juni seien daher zwei Öffnungsstufen vorgesehen. In einem ersten Schritt werde in allen Jahrgangsstufen der Wechselunterricht fortgesetzt, bis zum 18. Juni. Danach könnten alle Schülerinnen und Schüler bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 in die Klassenräume zurückkehren. "Alle Schülerinnen und Schüler können das Schuljahr bis zu den Sommerferien so gemeinsam abschließen", teilte Hubig mit.

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Ministerium sieht gute Voraussetzungen für gemeinsamen Unterricht

Diese Planungen seien mit den Experten der Universitätsmedizin Mainz abgestimmt, fügte die Ministerin hinzu. Das Vorgehen sei auch mit Personalräten, Landeselternbeirat und der Landesvertretung der Schülerinnen und Schüler besprochen worden. Der weit überwiegende Teil der Lehrkräfte wurde nach Angaben des Ministeriums mindestens einmal geimpft. Zudem habe eine Auswertung des Landesuntersuchungsamts bestätigt, dass die Hygienekonzepte an den Schulen "sehr wirksam" seien. Und es gelte weiter die Testpflicht.

"Das sind sehr gute Voraussetzungen dafür, dass wir ab dem 21. Juni noch mehr Präsenzunterricht anbieten können", so Hubig. Nach den Bestimmungen des Bundes findet Wechselunterricht statt, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100 überschreitet. Ab einer Inzidenz von 165 muss Fernunterricht stattfinden.

CDU will flächendeckende Lolli-Tests

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, forderte mit Blick auf den Schulunterricht in Klassenzimmern die flächendeckende Einführung von sogenannten Lolli-Tests. "Wenn sich Testmöglichkeiten weiterentwickeln, dann müssen sich auch die Teststrategien weiterentwickeln“, so Baldauf.

Gerade für kleinere Kinder sei die Lolli-Test-Methode viel angenehmer als ein Nasen-Rachenabstrich. Er forderte die Landesregierung auf, alle notwendigen und organisatorischen Maßnahmen zur Vorbereitung der Lolli-Test-Methode auf den Weg zu bringen.

Für die Tests lutschen die Kinder Wattestäbchen wie Lollis; im Labor wird der PCR-Test dann ausgewertet.

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