Notaufnahme Uni Mainz (Foto: picture-alliance / Reportdienste, SWR, Andreas Arnold)

Hitzewelle in Rheinland-Pfalz Hitze in Rheinland-Pfalz macht sich in Notaufnahmen bemerkbar

Von Tag zu Tag wird es heißer im Land. Das macht sich derzeit in Notaufnahmen bemerkbar, die mehr Patienten behandeln müssen. Auch in den Wäldern ist die Hitze gefährlich: Es besteht Brandgefahr.

Es gebe ein erhöhtes Aufkommen von Patienten, teilte eine Kliniksprecherin der Unimedizin Mainz am Dienstag mit. Bei hohen Temperaturen komme es "häufig zu einer Verschlechterung chronischer Erkrankungen durch Flüssigkeits- und Elektrolytmangel". Das betreffe vor allem ältere Menschen und solche mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Dauer

Auch in die Notaufnahme im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier kamen in den vergangenen Tagen einem Sprecher des Hauses zufolge mehr Patienten, die beispielsweise Herz-Kreislauf-Probleme hatten. Menschen mit einem Hitzschlag seien nicht eingeliefert worden.

Anders sei die Lage in Kaiserslautern. Im Westpfalz-Klinikum gebe es durch die Hitze noch nicht mehr Patienten als sonst, teilte ein Sprecher mit. "Erfahrungsgemäß dauert das ein paar Tage. Erst bei einer anhaltenden Hitzewelle nimmt das Patientenaufkommen in unseren Notaufnahmen spürbar zu."

Hitzewarnungen des DWD

Für Mittwoch rechneten die Meteorologen mit bis zu 39 Grad, am Donnerstag können sogar 40 Grad erreicht werden. Die bislang heißeste Temperatur dieses Sommers war Ende Juni in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz mit 38,6 Grad gemessen worden. Zudem gelten seit Mittwochvormittag in ganz Rheinland-Pfalz flächendeckend Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Während in der südlichen Pfalz und in der Vulkaneifel zunächst die Warnstufe 1 galt, wurde vor allem entlang der Mosel und in der Rhein-Main-Region bereits für Mittwoch die Warnstufe 2 ausgegeben. Für Donnerstag gab der DWD auch in weiteren Gebieten die Warnstufe 2 aus, die höchste für Hitzewarnungen. Die Warnungen galten zunächst bis Donnerstagabend.

Die Warnstufe 2 wird ausgerufen, wenn tagsüber extreme Wärmebelastung herrscht. Die sogenannte gefühlte Temperatur liegt dann über 38 Grad. Starke Wärmebelastung und damit die Voraussetzung für die Warnstufe 1 liegt vor, wenn um 14 Uhr die gefühlte Temperatur 32 Grad und mehr beträgt. Die vom DWD verwendete gefühlte Temperatur ist nicht mit der Lufttemperatur gleichzusetzen. Für die Wärmebelastung müssen neben der Lufttemperatur die Feuchtigkeit der Luft, der Wind und die UV-Strahlung berücksichtigt werden.

Wald im schlechten Zustand

Mit der Trockenheit und Hitze steigt auch die Waldbrandgefahr: Seit Mittwoch gilt dem Waldbrandindex des DWD zufolge für weite Teile von Rheinland-Pfalz die zweithöchste Gefahrenstufe.

Die hohen Temperaturen im vergangenen Jahr haben dem Wald im Land stark zugesetzt. Viele Bäume sind geschädigt.

Nur noch 17 - 21 Grad am Wochenende

Bis Freitag sollen die Temperaturen über der 30-Grad-Marke bleiben. Zum Wochenende entspannt sich die Lage wieder. Für Samstag werden nur noch 17 bis 21 Grad erwartet.

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