Eine Geschäftsfrau hängt Glühbirnen und Kabel auf (Foto: Imago, Westend61)

Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums Wissing will innovative Startups fördern

Ein neues Programm des Wirtschaftsministeriums soll Unternehmen fördern, die innovative Technik einsetzen. Wirtschaftsminister Volker Wissing stellte "Startup innovativ" am Montag in Mainz vor.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Das Programm soll eine Lücke in der Förderung von Unternehmensgründern schließen. Bislang würden vor allem neue Technologien gefördert, nicht jedoch Unternehmen, die bestehende Technik innovativ einsetzten, erklärte Wissing (FDP). Das solle sich mit dem Programm "Startup innovativ" ändern, für das sich Gründer im Land von Dezember an bewerben könnten.

Vom Übernachtungsportal bis zur Online-Schreinerei

Smarte Lösungen mit bestehenden Technologien könnten eine hohe Wertschöpfung bieten, sagte Wissing. Als Beispiele nannte er den Fahrdienst-Vermittler Uber, die Online-Übernachtungsbörse Airbnb und den Streaming-Dienst Spotify. Denkbar für eine Förderung hierzulande sei etwa eine Schreinerei, auf deren Internetseite Kunden online ihre Möbel entwerfen und in Auftrag geen könnten.

Bewerben will sich unter anderem das an der TU Kaiserslautern gegründete Start-up Baukobox. Es ermöglicht Architekten interaktive Darstellungen von Fassadenkonstruktionen mit Angaben zu verwendeten Materialien und Herstellern.

Volker Wissing (FDP) (Foto: SWR)
Will Rheinland-Pfalz zum Gründerland machen: Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP)

Startkapital muss nicht zurückgezahlt werden

Bei "Startup innovativ" sind Gründungen bis zum fünften Jahr nach dem Start förderbar - mit mindestens 10.000 und maximal 100.000 Euro. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

Aus der Wirtschaft kommen gemischte Rückmeldungen. Ein Jungunternehmer aus Kaiserslautern befand die Fördersummen im Gespräch mit dem SWR zwar für angemessen. Der Zeitraum zwischen Bewerbung und Vergabe der Mittel sei allerdings zu lang.

Im kommenden Frühjahr sollen die ersten Geförderten bekanntgegeben werden. Ob ein Antrag Erfolg hat, entscheiden vom Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft (RKW) Rheinland-Pfalz benannte Fachleute für die jeweilige Branche. Bei der Verwendung des Geldes können die Gründer dem Ministerium zufolge relativ frei entscheiden. Das Programm läuft zunächst zwei Jahre, dann soll es bewertet werden.

Im Doppelhaushalt 2019/20 sind laut Wissing bislang 800.000 Euro eingestellt. Je nachdem, wie viel abgerufen werde, könne das aufgestockt werden.

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