Eine Bremsscheibe (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Peter Kneffel/dpa)

Wirtschaftslage in Rheinland-Pfalz LBBW erwartet schwieriges Jahr für RP-Wirtschaft

Das kommende Jahr dürfte nach Einschätzung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) für die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz ein schwieriges werden. Mit Ausnahme der Bauwirtschaft gehe es in allen Branchen abwärts.

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16:00 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Die Konjunktur hierzulande kühle im Gleichschritt mit der Gesamtdeutschlands ab, betonte die Bank am Montag in Mainz. Chefvolkswirt Uwe Burkert erklärte, Deutschland befinde sich derzeit in einer Industrierezession. Die Zahlen seien seit geraumer Zeit negativ. Da sei auch kein Anzeichen einer Stabilisierung zu spüren. Weltweit sei die Nachfrage zurückgegangen.

Burkert verwies in dem Zusammenhang besonders auf die schwächelnde Autoindustrie. Er fügte im Interview mit dem SWR hinzu, dass die Bauindustrie, der Handel und die Dienstleistungsgewerbe die Wirtschaft stützen.

Handelsstreit und große Unsicherheit

Alles werde von einer sehr großen Unsicherheit dominiert, sagte LBBW-Regionalvorstand Peter Hähner. Konkret verwies die Bank neben der schwächelnden Industrie auch auf den Handelsstreit zwischen China und den USA sowie den Brexit. Zahlreiche Firmen planten Kurzarbeit.

Alle Hoffnungen ruhen auf 2021

Burkert sieht 2020 als Übergangsjahr, damit man "2021 wieder durchstarten" könne. Unterm Strich erwarten die Analysten für 2020 in Rheinland-Pfalz ein Plus des realen Bruttosozialprodukts von 0,6 Prozent.

Mit einem Jobabbau im größeren Stil rechnet aber auch die LBBW nicht. Angesichts des Fachkräftemangels versuchten Unternehmen, ihren Personalstamm zu halten. 2021 könnte nach Einschätzung der LBBW aus mehreren Gründen mehr Dynamik bringen. Der nun auch von der neuen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in den Fokus gerückte Klimaschutz, der dringend nötige Breitbandausbau sowie Ausgaben für die Energiewende würden Investitionen auslösen.

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