Wird gefeiert: Kurt Beck (Mitte) (Foto: dpa Bildfunk)

Weggefährten würdigen den früheren Ministerpräsidenten Feierstunde zum 70. Geburtstag von Kurt Beck

Am 70. Geburtstag von Kurt Beck haben Politiker und Weggefährten den ehemaligen Ministerpräsidenten und SPD-Vorsitzenden gewürdigt. Rund 200 Gäste kamen in die Staatskanzlei.

In seinen fast 20 Jahren als Landesvater habe Beck das Bundesland nachhaltig geprägt, sagten Politiker verschiedener Parteien am Dienstag in Mainz. Becks Nachfolgerin und Parteikollegin Malu Dreyer (SPD) sprach in der Feierstunde am Abend von einer "ganz außerordentlichen politischen Lebensleistung". Mit seinem "vernetzen Denken und Handeln" sei Beck seiner Zeit weit voraus gewesen und habe Maßstäbe für ein modernes Rheinland-Pfalz gesetzt.

Beck habe dabei wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Gerechtigkeit und Umweltschutz verbunden, sagte Dreyer. "Als Bürgermeister, als Parlamentarier und als Ministerpräsident hatte Kurt Beck immer ein Ohr für die Sorgen der Menschen. Er wollte die Ursachen von Ungerechtigkeiten bekämpfen und Strukturen verändern, um das Leben möglichst vieler zu verbessern."

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Sendedatum
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19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Klöckner lobt Beck als "Vollblutpolitiker"

Unter den 200 Gästen waren viele langjährige Weggefährten Becks, wie etwa seine Amtsvorgänger Bernhard Vogel (CDU) und Rudolf Scharping (SPD). Die Vorsitzende der rheinland-pfälzischen CDU und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner würdige Beck in einer Mitteilung als "einen Streiter für seine Überzeugungen, auch auf bundespolitischer Ebene". Beck sei "noch immer ein pfälzischer Vollblutpolitiker, von dem sich heute so mancher Sozialdemokrat eine Scheibe abschneiden kann".

Der Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Bernhard Braun, nannte Beck "eine der großen Persönlichkeiten des Landes Rheinland-Pfalz". Unter anderem mit seiner Bürgernähe und tiefen Heimatverbundenheit habe er die Geschicke des Landes maßgeblich geprägt.

Beck betont Bedeutung der Parlamente

Beck selbst hob die Bedeutung des demokratischen Diskurses in den Parlamenten hervor. "Die Parlamente sind es, worauf es ankommt", sagte er mit Blick auf Debatten in Talkshows.

Beck bekannte sich zudem zum Föderalismus. Dieser habe eine stabilisierende Wirkung nach innen und sei ein Riesenvorteil, um ein Gebilde wie die Bundesrepublik - eingebettet in Europa - stabil zu halten. "Ich bin und bleibe ein leidenschaftlicher Föderalist", sagte der Ex-Ministerpräsident.

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