Rund 600 Outlaws beim Memorial Run in Rheinhessen (Foto: SWR)

Wegen getöteten Mitglieds Rocker fahren im Trauerkorso durch Rheinhessen

Durch Rheinhessen sind nach Polizeiangaben rund 350 Motorrad-Rocker im Verband gefahren. Hintergrund ist der Tod eines prominenten Mitglieds vor zehn Jahren.

Laut Polizei startete die Motorradkolonne am Samstagnachmittag in Erbes-Büdesheim im Landkreis Alzey-Worms. Die Gedenkfahrt führte über Alzey und Alsheim zum Mettenheimer Friedhof. Wegen der Fahrt waren viele Straßen in Rheinhessen zeitweise gesperrt. Am Abend sollte in Erbes-Büdesheim eine Feier stattfinden.

Rund 600 Outlaws beim Memorial Run in Rheinhessen (Foto: SWR)
Rocker bei der Beerdigung 2009 in Rheinhessen

Falsche Helme - sonst friedlich

Die Polizei, die das Geschehen beobachtete, stellte wenige Ordnungswidrigkeiten fest. Dazu zählten zum Beispiel Veränderungen an Motorrädern oder falsche Helme. Es sei friedlich geblieben, meldeten die Beamten am Nachmittag. Den Angaben nach hatten die Rocker die Fahrt zuvor bei der Kreisverwaltung angemeldet.

Die Ermittler zählten rund 350 teilnehmende Kradfahrer an dem sogenannten Memorial Run. Er galt einem Chef des Rockerklubs Outlaw. Dieser soll 2009 von Mitgliedern der Hells Angels auf einer Landstraße bei Stetten (Donnersbergkreis) umgebracht worden sein.

Neben den Bandidos, Gremium und Hells Angels gehören die Outlaws zu den vier großen Rockerclubs in Deutschland.

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