Ein VW-Logo liegt auf Euro-Scheinen (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Wegen Dieselskandal Rheinland-Pfalz verklagt VW auf Schadenersatz

Rheinland-Pfalz hat den Autohersteller VW im Abgas-Skandal auf Schadenersatz verklagt. Das bestätigte das Finanzministerium dem SWR.

Es geht um 121 Fahrzeuge, die das Land vom VW-Konzern gekauft hat und die vom Abgas-Skandal betroffen sind. Zuerst hatte der "Trierische Volksfreund" darüber berichtet. Es handele sich laut Zeitung um Polizeifahrzeuge und andere Dienstfahrzeuge der Marken VW und Skoda. Nicht betroffen von der Klage sind geleaste Autos, da es laut Finanzministerium hier sehr unsicher ist, ob es einen Klageanspruch gibt.

Die Klage wurde bereits Ende Dezember beim Landgericht Mainz eingereicht, da zum 31. Dezember 2018 die Verjährungsfrist abgelaufen ist. Bei der geforderten Schadenersatzsumme soll es sich um einen niedrigen, einstelligen Millionenbetrag handeln. Der Autokonzern hat entsprechende Forderungen bisher zurückgewiesen. Die Autos seien genehmigt, technisch sicher und fahrbereit.

Auch Baden-Württemberg hat geklagt

Neben Rheinland-Pfalz hat auch Baden-Württemberg Klage gegen VW eingereicht. Die grün-schwarze Landesregierung dort klagt wegen 1.400 Autos. Volkswagen hatte bislang solche Forderungen zurückgewiesen. Bundesweit sollen sich fast 400.000 Kunden einer Sammelklage gegen den VW-Konzern angeschlossen haben.

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