Carolin Klöckner ist die neue deutsche Weinkönigin  (Foto: picture-alliance / dpa, SWR)

Wahl in Neustadt/Weinstraße Carolin Klöckner neue deutsche Weinkönigin

Carolin Klöckner ist am Freitagabend in Neustadt an der Weinstraße zur 70. Deutschen Weinkönigin gewählt worden. Der Titel ging damit erstmals nach 32 Jahren wieder nach Württemberg.

Die 23-jährige Studentin aus Vaihingen/Enz folgt auf Katharina Staab (Nahe), die vor einem Jahr triumphiert hatte und seitdem die höchste Repräsentantin der deutschen Weinbranche gewesen ist.

Dauer

Beim Vorentscheid, der vor einer Woche ebenfalls im Saalbau in Neustadt stattfand, hatten sich sechs Kandidatinnen für das Finale qualifiziert: Franziska Aatz aus dem Weinbaugebiet Baden, Klara Zehnder aus Franken, Tatjana Schmidt aus dem hessischen Rheingau und Carolin Klöckner aus Württemberg. Aus den rheinland-pfälzischen Weinbaugebieten waren Pauline Baumberger (Nahe) und Inga Storck (Pfalz) ins Finale eingezogen, das live im SWR Fernsehen übertragen wurde.

Julia Klöckner bei der Wahl zur 70. Deutschen Weinkönigin in Neustadt an der Weinstraße (Foto: SWR)
Nicht verwandt: Namensvetterin und Ex-Weinkönigin Julia Klöckner (CDU) im Publikum

Erst um kurz nach 22 Uhr stand bei der von Holger Wienpahl moderierten Veranstaltung fest, welche drei Kandidatinnen im großen Abendfinale stehen und damit eine Krone als Weinmajestät bereits sicher haben: Klara Zehnder, Carolin Klöckner und die Pfälzerin Inga Storck. Ausgeschieden war somit auch Pauline Baumberger von der Nahe. Eine weitere Viertelstunde später war klar, dass Klara Zehnder und Inga Storck den Saal als Weinprinzessinnen verlassen und Carolin Klöckner den begehrten Titel mit nach Hause nimmt.

Erster Auftritt der neuen Weinkönigin am 14. Oktober

Die neue deutsche Weinkönigin wird erstmals am 14. Oktober am Winzerfestumzug in Neustadt an der Weinstraße teilnehmen. Anschließend stehen für sie in zwölf Monaten rund 200 Termine im Kalender. Ihre Vorgängerin Katharina Staab bereiste zuletzt mit einer rheinland-pfälzischen Delegation um Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) den US-Bundesstaat Kalifornien.

Die Finalistinnen bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin (Foto: SWR)
Die sechs Finalistinnen

Auch Fachwissen rund um den Wein ist gefragt

Die Weinkönigin wirbt seit 1949 für den deutschen Wein. Bis 1999 galt die Bedingung, dass die Kandidatinnen ledig sein und aus einer Winzerfamilie stammen mussten. In den ersten Jahrzehnten zählten Lächeln, Weinausschenken und hübsches Aussehen - inzwischen sind auch Fachwissen über Önologie oder Weinrecht wichtig.

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