Christoph Gensch von der CDU Rheinland-Pfalz (Foto: picture-alliance / dpa)

Neuer Generalsekretär auf CDU-Landesparteitag gewählt Die steile Karriere des Christoph Gensch

Der Hausarzt Christoph Gensch aus Zweibrücken ist der Aufsteiger in der rheinland-pfälzischen CDU. Erst seit dieser Wahlperiode im Landtag, ist er nun zum neuen Generalsekretär der Landes-CDU gewählt worden.

Christoph Gensch kommt als ein eher ruhiger Typ rüber. Was er sagt, wirkt überlegt und klar. So will er es auch als Generalsekretär halten. Auch in diesen politisch aufgewühlten Zeiten, meint Gensch, muss ein Generalsekretär kein "Haudrauf" sein.

Gensch soll die CDU Rheinland-Pfalz mit ihren rund 40.000 Mitgliedern managen, Wahlkämpfe organisieren und der Landeschefin Julia Klöckner, die oft in Berlin ist, zuarbeiten. Zudem soll er dafür sorgen, dass die CDU in Rheinland-Pfalz wahrgenommen wird.

Die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner mit dem designierten Generalsekrtetär Christoph Gensch (Foto: SWR)
Zu den Aufgaben von Christoph Gensch gehört es, Julia Klöckner zuzuarbeiten

Ärztemangel ist sein Thema

In viele Themen wird sich Gensch erst einarbeiten müssen. Im Landtag hat sich der Arzt aus Zweibrücken bisher vor allem mit der Gesundheitspolitik beschäftigt. Der Ärztemangel ist dabei für ihn das Thema Nummer eins.

"Christoph wer?", fragt wohl kaum jemand in der CDU. Gensch ist seit der letzten Landtagswahl gut bekannt in der Partei. Damals eroberte er den jahrzehntelang tiefroten SPD-Wahlbezirk Zweibrücken erstmals für die CDU. Das hat ihm Respekt eingebracht.

Er scheut nicht den Konflikt

Als Arzt kennt sich der 39-jährige mit Diagnosen aus und hat auch schon Schwachpunkte der Landes-CDU erkannt. Gensch will mehr Diskussionen und scheut auch den Konflikt nicht. Das hat er Anfang des Jahres gezeigt. Er stimmte auf dem Bundesparteitag der CDU gegen die Neuauflage der Großen Koalition und beklagte eine inhaltliche Entleerung der CDU unter Kanzlerin Angela Merkel.

Christoph Gensch sitzt am Rechner in seinem Büro in Mainz (Foto: SWR)
Viel beschäftigt: Christoph Gensch

Mit Gensch zum Wahlsieg?

Zuhause in Zweibrücken will Christoph Gensch auch künftig in seiner Hausarztpraxis tätig sein, die er zusammen mit seinem Vater betreibt. Viel Zeit dafür dürfte Gensch in den kommenden Monaten aber nicht bleiben. Als Generalsekretär muss er sofort ran und die Kommunal- und Europawahlen im Frühjahr vorbereiten.

Die Erwartungen in der CDU an Gensch sind klar: Der Arzt aus Zweibrücken soll das richtige Rezept für Wahlsiege liefern.

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