Brennende Böller (Foto: picture-alliance / dpa)

Mehr Beamte am Jahreswechsel So bereiten sich Polizei und Feuerwehr auf Silvester vor

Bei Polizei und Feuerwehr in Rheinland-Pfalz gilt der Jahreswechsel als Herausforderung. Vor allem illegale und selbst gebastelte Feuerwerkskörper stellen eine Gefahr dar.

Die Polizei in Rheinland-Pfalz wird in der Silvesternacht mehr Beamte als im Normaldienst im Einsatz haben. Außerdem seien zusätzliche Kräfte der Bereitschaftspolizei eingeplant, teilte das Innenministerium in Mainz mit. Demnach setzen die Beamten auf die Kontrolle möglicher Störer sowie auf "konsequente Strafverfolgung". Wachsam will die Polizei auch mit Blick auf Feuerwerkskörper und Böller sein.

Hohe Bedeutung von Eigensicherung

"Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre kommt natürlich auch der Eigensicherung eine hohe Bedeutung zu", teilte das Ministerium weiter mit. Attacken auf Sanitäter, Polizisten und Feuerwehrleute seien auch in der Silvesternacht nicht auszuschließen. Im vergangenen Jahr wurden Einsatzkräfte etwa in Berlin gezielt angegriffen.

Böller (Foto: picture-alliance / dpa)
Die meisten Unfälle werden durch unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern verursacht

Illegale und selbst gebaute Böller als Gefahr

Die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz werden in der Silvesternacht ebenfalls gefordert sein: Brände, Rettungsdiensteinsätze oder Unfälle beschäftigen sie regelmäßig zum Jahreswechsel. "Den Großteil der Einsätze in dieser Nacht machen Brände aus", berichtete der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer. Die meisten Unfälle seien in den vergangenen Jahren durch den unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern verursacht worden. Hinzu komme, dass nicht geprüfte Knallkörper - illegal eingeführte oder auch selbst gebastelte - eine besondere Gefahr darstellten. Erwachsene sollten daher ihre Kindern über die Risiken informieren.

Kein Feuerwerk rund um Mainzer Fachwerkhäuser

Feuerwerkskörper dürfen ausschließlich am 31. Dezember und am 1. Januar gezündet werden. Der Verkauf beginnt am Freitag, 28. Dezember. Städte und Gemeinden können darüber hinaus in bestimmten Gebieten das Böllern verbieten. So ist beispielsweise rund um Fachwerkhäusern in Mainz das Zünden von Feuerwerkskörpern aus Sicherheitsgründen untersagt, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte.

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