Weniger Schwalben bei der Zählaktion der Nabu  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Vogelzählaktion des Nabu in Rheinland-Pfalz Schwalben machen noch keinen Sommer

Das unterkühlte Frühlingswetter macht den Schwalben zu schaffen, ihre Rückkehr aus den Winterquartieren verzögert sich. Das ergab eien Vogelzählung des Naturschutzbundes..

Das unterkühlte Frühlingswetter macht den Schwalben zu schaffen: Bei der Nabu-Aktion "Stunde der Gartenvögel" wurden Mitte Mai 25 Prozent weniger Mehlschwalben gesichtet als im vergangenen Jahr. Bei den selteneren Rauchschwalben waren es zehn Prozent weniger. "Die Rückkehr der Schwalben aus den Winterquartieren hat sich verzögert", sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR), Michael Schmolz.

Dies treffe auch auf den Mauersegler zu. Hier lag die Zahl der Sichtungen um sieben Prozent unter dem Vergleichswert 2018. Die kalte Witterung in den ersten Maitagen habe zu einem "massiven Zugstau" geführt, erläuterte Schmolz. An Rastplätzen für den Vogelzug in Süddeutschland hätten sich Hunderte von Schwalben gesammelt, um besseres Wetter für den Weiterzug nach Norden abzuwarten.

Spatz am häufigsten gesichtet

Am häufigsten gesehen wurde bei der Nabu-Zählaktion der Haussperling. Er wird auch kleiner Spatz genannt und führt die Liste in Rheinland-Pfalz nach vorläufigen Ergebnissen mit mehr als 12.000 von rund 70.000 Sichtungen an. Das waren sechs Prozent mehr als 2018. Auf den nächsten Plätzen folgen Kohlmeise, Amsel, Blaumeise und Star.

Am häufigsten gesichtet: Der Spatz (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Wurde mehr als 12.000 Mal gesichtet: der Spatz. Picture Alliance

Ein Rätsel sei allerdings, warum so viele Rotkehlchen da sind. Nach der Rückkehr aus dem Süden seien die dort überwinternden Rotkehlchen jetzt in größerer Zahl da als vor einem Jahr - obwohl das Rotkehlchen auf Insekten und andere Tiere aus höheren Bodenschichten angewiesen sei.

Mehr als 3.200 Menschen beteiligten sich in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz an der "Stunde der Gartenvögel". Die Resonanz auf den Aufruf sei sehr positiv, sagte Nabu-Sprecherin Fiona Brurein. Die Ergebnisse vermitteln eine Momentaufnahme, wobei Schwankungen nicht ungewöhnlich sind.

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