Bombenfund in Neuwied (Foto: picture-alliance / dpa)

Vier Bombenfunde durch Rekordtief im Rhein Weniger Bombenentschärfungen trotz Niedrigwasser

Das extreme Niedrigwasser sorgte für einige Bombenfunde im Rhein. Doch trotz des Rekordtiefs ist der rheinland-pfälzische Kampfmittelräumdienst zu weniger Bombenentschärfungen ausgerückt als im Vorjahr.

Laut Kampfmittelräumungsdienst mussten die Spezialisten bis Mitte Dezember 13 Bomben entschäfen. "Außerdem mussten wir zwei Bomben am Fundort kontrolliert sprengen", sagte der Technische Leiter Horst Lenz. Es folge heute noch die Entschärfung einer Fliegerbombe in Gönnheim (Kreis Bad Dürkheim). Im Vorjahr wurden 27 Bomben entschärft und eine gesprengt.

Viele Falschmeldungen durch niedrigen Pegelstand

Wegen des niedrigen Pegelstandes wurden besonders viele Funde von vermeitlichen Fliegenbomben im Rhein gemeldet. Doch von zehn Anrufen seien neun Falschmeldungen gewesen, ergänzte Lenz. "Oft lag dort dann etwas rostiges, aber keine Bombe."

Bombenfund in Neuwied (Foto: picture-alliance / dpa)
Eine Stange und ein Kanister markieren im November den Fundort der Weltkriegsbombe in Neuwied, die nur wenige Zentimeter aus dem Wasser ragt

Vier Bombenfunde durch Niedrigwasser

Tatsächlich gab es laut Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion nur vier Bombenfunde durch Niedrigwasser: zwei im Rhein bei Neuwied, eine in Hamm am Rhein und eine bei Bingen.

Anfang November musssten mehr als 9.000 Menschen ihre Wohnungen in Neuwied verlassen, weil dort eine 1.000-Kilogramm-Bombe gefunden worden war. In Konz mussten 6.600 Einwohner für mehrere Stunden wegen einer 500-Kilogramm-Weltkriegsbombe die Häuser verlassen. In Mainz mussten am Rheinufer zahlreiche Flakpatronen gesprengt werden.

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