Fotos vom Unwetter in Kaiserslautern (Foto: Quelle Feuerwehr)

Unterstützung für Unwetter-Opfer Das Unwetter-Hilfspaket im Überblick

Wer besonders betroffen ist von Schäden, kann Nothilfe vom Land bekommen. Das Hilfspaket der Landesregierung und weitere Punkte im Überblick.

NOTHILFE: Als Soforthilfe für Härtefälle stehen bis zu 1.500 Euro bereit - sie soll den Menschen zugute kommen, die am schlimmsten von Unwettern betroffen sind. Wenn die Wohnung unbewohnbar ist, kann das Geld zur Überbrückung verwendet werden. Die Hilfe ist auch zur Versorgung von Kindern oder für Kleidung gedacht. Die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte sollen jeweils bis zu 25.000 Euro erhalten und entscheiden, wo die Not am größten ist und wer die Hilfen bekommt.

PRIVATE SCHÄDEN: Die Landesregierung will bedürftige Privatpersonen finanziell unterstützen, die die Schäden nicht aus eigener Kraft begleichen können. Wenn nach dem Abzug einer Versicherungsleistung noch ein Schaden zwischen 5.000 Euro und 50.000 Euro übrig bleibt, will das Land die Hälfte der Restsumme tragen. Dabei sollen Soforthilfen und andere öffentliche Leistungen angerechnet werden. Die Finanzämter wollen den Betroffenen laut Regierung Stundungen und Anpassungen bei Vorauszahlungen anbieten.

VERSICHERUNG: Erstmals hilft die Landesregierung nach eigenen Angaben auch bei versicherbaren Schäden, wenn jemand keine Versicherung für Elementarschäden hat. Die Finanzhilfe liegt dann nur bei bis zu einem Fünftel der sonst möglichen Leistung. Die Betroffenen müssen dann aber nach Angaben von Innenminister Roger Lewentz (SPD) nachweisen, dass sie in Zukunft eine Elementarschadenversicherung abschließen oder, dass der Schaden nicht versicherbar war.

ÖFFENTLICHE SCHÄDEN: An öffentlichen Gebäuden wie Schulen und an landwirtschaftlichen Wegen sind der Landesregierung zufolge Schäden in Millionenhöhe entstanden. Die Ampel-Regierung will Kommunen unterstützen, indem sie im Rahmen von Förderprogrammen einen Teil der Kosten übernimmt. Bisher werden die Schäden aber noch gesammelt.

HOCHWASSER: Die Vorsorge gegen Hochwasser muss nach Ansicht von Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) verstärkt werden. Die Kommunen bekämen Hilfe bei der Umsetzung von Schutzkonzepten. Jeder Bürger könne aber auch mithelfen und sich gegen Elementarschäden versichern. Der AfD-Umweltpolitiker Jürgen Klein schlug vor, in den Kreisen Stabsstellen für Hochwasserschutz einzurichten.

SPENDEN: Wer will, kann für betroffene Menschen Geld spenden. Um die Spende steuerlich abzusetzen, soll als Nachweis der Einzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung ausreichen.

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