Sportwagen rammt Passantinnen Frau wird nach Raser-Unfall ein Bein amputiert

Einer in Trippstadt bei einem Unfall verletzten Frau wurde ein Bein abgenommen, eine weitere Fußgängerin wurde schwer verletzt. Die zwei Männer im Auto beschuldigen sich gegenseitig.

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Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Die Frau, deren Bein amputiert wurde, ist 26 Jahre alt. Bei dem Unfall erfasste sie der Wagen und katapultierte sie nach Angaben der Polizei in eine Schaufensterscheibe. Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Trippstadt (Kreis Kaiserslautern), Manfred Stahl (FWG), ist auch die zweite Passantin außer Lebensgefahr. Die 48-Jährige war bei dem Unfall frontal erfasst worden.

Das Sport-Coupé, in dem zwei 18 und 19 Jahre alte Männer saßen, soll in der Nacht auf Sonntag zu schnell durch den Ort gefahren sein. Zeugen hätten von quietschenden und durchdrehenden Reifen berichtet, teilte die Polizei mit. Auf dem Weg in Richtung Ortsmitte von Trippstadt sei das Auto nach links von der Straße abgekommen.

Große Betroffenheit in Trippstadt

Den Angaben zufolge konnte der Fahrer das Lenkrad herumreißen, kam aber mit seinem Auto ins Schleudern und traf zwei Frauen auf dem Gehweg rechts der Straße. Vor dem Crash hatte sich ein Passant nur mit einem Sprung vor dem herannahenden Auto in Sicherheit bringen können.

"Es herrscht eine gedämpfte Stimmung und eine große Betroffenheit nach diesem schrecklichen Unfall."

Manfred Stahl (FWG), Ortsbürgermeister von Trippstadt

Das Haus, in das das Auto gerast war, ist einsturzgefährdet und wurde abgestützt.

Auto-Insassen beschuldigen sich gegenseitig

Die beiden jungen Männer hatten sich dem Polizeibericht zufolge zunächst vom Unfallort entfernt, waren dann aber zurückgekehrt. Beide hatten keinen Führerschein. Mindestens einer sei alkoholisiert gewesen, von beiden wurden Blutproben genommen.

Sie beschuldigten sich gegenseitig, am Steuer gesessen zu haben. Zuerst hatte es geheißen, dass der 18-Jährige gefahren sei. Die Polizei sucht nach Zeugen, die den Wagen schon vor dem Unfall beobachtet haben. Ein Gutachter soll den genauen Hergang klären.

Kerwe-Umzug abgesagt

Nach dem schweren Unfall hatte die Gemeinde einen für Sonntag geplanten Kerwe-Umzug abgesagt. "Wenn 100 Meter von der Kerwe entfernt ein solch tragischer Unfall geschehen ist, vergeht einem das Feiern", sagte Ortsbürgermeister Stahl dem SWR.

Es sei wichtig, jetzt viele Gespräche zu führen, vor allem mit den Augenzeugen: "Das war ja mitten in einer Kerwe-Veranstaltung. Die Leute sind nach Hause gegangen. Da muss man versuchen, die Leute zu beruhigen." Man müsse jetzt innehalten, um diesen Unfall zu verarbeiten.

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