Ein Demonstrant steht auf einer rechtsextremen Demonstration zwischen Deutschlandfahnen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Caroline Seidel/dpa)

Antisemitismusbeauftragter legt Bericht vor Mehr judenfeindliche Straftaten in Rheinland-Pfalz

Der Antisemitismusbeauftragte Dieter Burgard (SPD) spricht von einem drastischen Anstieg in Rheinland-Pfalz. Die Täter hätten meist einen rechtsextremen Hintergrund.

Die Zahl der antisemitisch motivierten Straftaten in Rheinland-Pfalz hat im vergangenen Jahr zugenommen. Das gab der Antisemitismusbeauftragte Burgard bekannt. Gemessen an der Bevölkerungszahl habe Rheinland-Pfalz zwar die wenigsten dieser Straftaten aller Bundesländer, trotzdem seien es zu viele.

Burgard: Die meisten Taten sind rechtsextrem motiviert

Von 2017 auf 2018 hat es einen drastischen Anstieg von 21 auf 32 Taten gegeben, so Burgard. Die meisten seien rechtsextrem motiviert. Auch in diesem Jahr wurden in den ersten beiden Monaten bereits neun antisemitisch motivierte Straftaten in Rheinland-Pfalz registriert. Längst nicht jede antisemitische Äußerung wird zudem als Straftat verfolgt, wie Burgard sagt. Gerade bei Hetze im Internet sei das mitunter schwierig.

Burgard ist als Beauftragter der Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) seit einem Jahr für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen im Amt. Der Vorsitzende des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz, Avadislav Avadiev, sagt: "Burgard versucht viel zu bewegen, und seine Arbeit ist selbstverständlich spürbar."

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