Schüler erleidet Verbrennungen Nach Wespenstichbehandlung: Geldstrafen für zwei Lehrer

Mit ungewöhnlichen Methoden hatten zwei Lehrer den Wespenstich eines Schülers behandelt. Das Kind wurde verletzt, die Lehrer wurden nun wegen Körperverletzung verurteilt.

Das Amtsgericht in Cochem verurteilte einen Lehrer am Donnerstag wegen gefährlicher Körperverletzung in minderschwerem Fall zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Euro. Das Gericht sah es nach Angaben einer Sprecherin als erwiesen an, dass er den Schüler bei einer Klassenfahrt in der Jugendherberge Zell verletzt hatte.

Der Lehrer habe zur Behandlung eines Wespenstichs eine Gabel erhitzt und diese auf den Stich an der Hand gedrückt. Dadurch erlitt der Schüler Verbrennungen zweiten Grades.

Brandblase aufgeschnitten

Eine Lehrerin wurde der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung in minderschwerem Fall und zusätzlich der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig gesprochen. Sie hatte die Brandblase des Schülers anschließend aufgeschnitten und mit einer Creme behandelt. Sie wurde zu 50 Tagessätzen à 50 Euro verurteilt.

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