Tigermücke (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / dpa -  James Gathany/CDC)

Forderung von Schnakenjägern Asiatische Tigermücke den Behörden melden

Im Kampf gegen die Asiatische Tigermücke rufen die Schnakenjäger am Rhein auf, jede Entdeckung des Blutsaugers schnell dem Gesundheitsamt zu melden. Sie gilt als besonderes Sicherheitsrisiko.

"Sofortiges Handeln ist nötig, wenn sich das Biest nicht weiter ausbreiten soll. Wir würden das Tierchen gerne wieder loswerden", sagte Norbert Becker, wissenschaftlicher Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) mit Sitz in Speyer.

Die Kabs bekämpft seit Ende April entlang des Rheins die vermutlich aus Südeuropa eingeschleppte Asiatische Tigermücke, die gefährliche Krankheiten übertragen kann. Sie wurde in Deutschland erstmals 2014 bei Freiburg entdeckt.

"Es gibt auf der französischen Seite ähnliche Probleme, auf der Pfälzer Seite des Rheins hingegen nicht", sagte Becker. In der Pfalz seien zwar kleine Populationen der Plagegeister entdeckt worden, sie hätten sich aber dort nicht ausgebreitet.

"Lage aktuell gut im Griff"

Die Stechmückenbekämpfer am Rhein ziehen bislang ein positives Fazit der ersten Phase ihrer Arbeit im laufenden Jahr. Bisher hätten allein Mitte März erhöhte Pegelstände zum verstärkten Handeln gezwungen.

Hochwasser führt dazu, dass Mücken aus abgelegten Eiern schlüpfen - gegen die Blutsauger helfen nur wenige Mittel. Becker zufolge behandelten die Experten im März zwischen Mainz und Bingen rund 500 Hektar aus dem Hubschrauber heraus und noch einmal etwa 200 Hektar zu Fuß mit Eisgranulat, das den biologischen Wirkstoff Bti enthält.

Der Stoff zerstört den Darm der Larven und tötet sie. "Die behandelte Fläche ist nicht besonders groß. Das Jahr hat recht entspannt begonnen. Wir haben die Lage aktuell gut im Griff", sagte Becker.

STAND