Geschädigte Fichten im Koblenzer Stadtwald (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Thomas Frey/dpa)

Schäden aus dem Sommer 2018 Dürreschäden: Land hilft auch privaten Waldbesitzern

Rheinland-Pfalz will jetzt auch private und kommunale Waldbesitzer beim Ausgleich von Schäden des Dürresommers 2018 unterstützen. In diesem und im kommenden Jahr werden dafür jeweils 3,5 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt, teilte das Forstministerium in Mainz mit.

Für den Ausgleich von wirtschaftlichen Schäden im Staatswald sind schon jährlich sieben Millionen Euro im Haushalt vorgesehen. "Die extremen Wetterereignisse des vergangenen Jahres haben dem Wald in Rheinland-Pfalz stark zugesetzt, insbesondere durch die starke Vermehrung der Borkenkäfer", erklärte Forstministerin Ulrike Höfken (Grüne).

Wald im Land in schlechtem Zustand

84 Prozent der Waldbäume in Rheinland-Pfalz seien krank. In den kommenden Jahren sei es erforderlich, einen klimastabileren Wald aufzubauen. Dazu seien Wiederaufforstungen und Verjüngungen gefährdeter Bestände geplant, sagte Höfken weiter.

Dauer

 Borkenkäfer drückt Holzpreise nach unten

Der für den Staatswald zuständige Betrieb Landesforsten erwartet Millioneneinbußen in der Holzvermarktung - hauptsächlich, weil es ein Überangebot von gefälltem Holz gibt. Wenn Bäume vom Borkenkäfer geschädigt werden, müssen sie gefällt werden. Beim kommunalen Wald, der 47 Prozent der Waldfläche in Rheinland-Pfalz einnimmt, und beim Privatforst sieht das Umweltministerium die Zuständigkeit in erster Linie beim Bund. Höfken erneuerte ihre Forderung an den Bund, mehr Geld für die Wälder bereitzustellen.

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