Bilder vom Unwetter in Herrstein (Foto: picture-alliance / dpa)

Schäden an öffentlichen Gebäuden Land will nach Unwettern unbürokratisch helfen

Nach den Unwettern im Kreis Birkenfeld will das Land Rheinland-Pfalz bei der Beseitigung von Schäden an öffentlichen Gebäuden unbürokratisch helfen. Bei privaten Schäden gibt es noch keine konkrete Zusage.

Wieviel Geld das Land beisteuern werde, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz mit. Es sei der Landesregierung ein Anliegen, das das Verwaltungsgebäude, das Feuerwehrhaus und die Schule schnell wieder nutzbar gemacht werden. Ein sogenannter vorzeitiger Maßnahmenbeginn soll es Dreyer zufolge ermöglichen, schon vor der Bewilligung von Landesgeld mit Reparaturarbeiten an öffentlichen Gebäuden zu beginnen.

Das Land will auch - sofern es keine Versicherung gibt - Schäden, die an Autos von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten entstanden sind, übernehmen. Diese waren zur Hilfe geeilt und hatten ihre Wagen vor dem Feuerwehrhaus abgestellt. Die Flutwelle riss kurz darauf viele Autos mit.

Bei Privatleuten soll auf Einzelfälle geschaut werden

Bei privaten Schäden sei die Lage erheblich komplizierter, so Dreyer. Hier verschaffe man sich gerade einen Überblick. Es könne aber nur eingesprungen werden, wenn es sich um nicht versicherbare Schäden handele. Im Einzelfall solle dennoch geschaut werden, ob man was tun könne.

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Dreyer rief dazu auf, Spenden für die Betroffenen zu sammeln. Die Kreisverwaltung Birkenfeld hat ein Spendenkonto für die Betroffenen des Unwetters in Herrstein eingerichtet.

Zentral solle unter Federführung von Innenstaatssekretär Randolf Stich (SPD) koordiniert werden, wo das Land unterstützen kann.

Baldauf und Junge für schnelle Reaktion

Die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen von CDU, Christian Baldauf, und AfD, Uwe Junge, verlangen ein schnelles Handeln. Die örtlichen Verwaltungen könnten die Situation am besten abschätzen und sollten über die jeweiligen Auszahlungen entscheiden, erklärte Baldauf. Junge betonte: Im Falle von betroffenen Unternehmen müsse größerer wirtschaftlicher Schaden abgewendet werden.

Extreme Regenfälle hatten am Sonntag in vielen Teilen des Landes zu Behinderungen geführt. In den Orten Herrstein und Fischbach im Kreis Birkenfeld entstand Millionenschaden.

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